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Performance: крайка / Krajka & Artist Talk: Mariia Mytrofanova & Małgorzata Mirga-Tas

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02.02.2023 / 19:00 – 22:00
Mit Małgorzata Mirga-Tas, Mariia Mytrofanova

Moderation: Małgorzata Markiewicz

Mariia Mytrofanova führt ihr Werk крайка / Krajka zusammen mit einer Gemeinschaft von Ukrainisch sprechenden Frauen auf und fügt damit eine weiter Lage an Stimmen spezifisch weiblicher Erzählungen, die sie als „herstory“ bezeichnet ihrer eigenen Familiengeschichte hinzu. Mytrofanova stickte die Nachnamen ihrer VorfahrInnen, die durch Vertreibung oder Zwangsumsiedelung verloren gingen auf Textil und webte diese Teile zu Krajka zusammen, einem Gürtel der traditionellen ukrainischen Kleidung.

Textilien, Stoffe und das Handwerk des Stickens und Nähens sind auch in der Arbeit der derzeitigen DAAD Stipendiatin des Berliner Künstlerprogramms Małgorzata Mirga-Tas eine Möglichkeit historisch, psychologische, soziale und materielle Prozesse von Reparatur und Heilung anzustoßen.

Zusammen mit der polnischen Forscherin und Künstlerin Małgorzata Markiewicz sprechen die beiden KünstlerInnen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrer künstlerischen Praxis:  Schwesternschaft, interkulturelle Identität, Ver- und Entwurzelung und Nähte die sichtbar bleiben.

Małgorzata Mirga-Tas ist eine polnische Roma-Künstlerin und Aktivistin, die 2022 Polen auf der 59. Biennale von Venedig vertrat. Mirga-Tas wurde 1978 in Zakopane in Polen geboren und absolvierte die Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Sie lebt in einer Roma-Siedlung in Czarna Góra in der Tatra. Ihre farbenfrohen Patchworks, Skulpturen und Collagen zeigen oft Szenen aus Roma-Gemeinschaften: gefühlvolle Lebensgeschichten von Frauen, manchmal auch Kinder oder Tiere, seltener Männer. Sie ist derzeit Stipendiatin des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.

Mariia Mytrofanova ist 1999 in Odessa, Ukraine geboren und studierte am Institut für Bildende Kunst der Grekov Kunstschule Odessa (2014–2018) sowie an der Fakultät für Kunst und Medien der Pädagogischen Universität Krakau. Im Zentrum von Mytrofanovas Praxis steht die Zerbrechlichkeit der menschlichen Existenz angesichts politischer, wirtschaftlicher und klimatischer Veränderungen. Mytrofanova war 2022 DAAD Stipendiatin am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

Małgorzata Markiewicz lebt und arbeitet in Kraków, Polen. Sie schloss ihr Studium an der Fakultät für Bildhauerei an der Akademie der Schönen Künste in Krakau ab, wo sie 2015 promovierte. Markiewicz studierte außerdem an der Konstfack in Stockholm und am Critical Design Studio an der Fakultät für Architektur der Königlichen Technischen Akademie in Stockholm, Schweden. Derzeit arbeitet sie als Assistenzprofessorin am Institut für Medienkunst der Pädagogischen Universität Krakau. In ihrer künstlerischen Praxis verwendet Markiewicz Textilien, Crewel und Kleidung. Sie beschäftigt sich mit der kulturellen Belastung durch Zuschreibungen von Geschlechtsidentitäten und der sozialen Stellung der Frau.

Das Gespräch findet auf Englisch statt.

Eintritt frei

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