ERIAC – DAAD Residency-Programm für Literatur 2026

Das European Roma Institute for Arts and Culture (ERIAC) und das Berliner Künstlerprogramm des DAAD geben gemeinsam die zweite Auflage des ERIAC–DAAD Residency-Programms für Künste und Medien bekannt. Die erste Ausgabe des Programms, das 2025 ins Leben gerufen wurde, konzentrierte sich auf den Bereich Bildende Kunst. Aus den internationalen Bewerber*innen wählte die Jury die Künstlerin und Fotografin Anita Horváth (Ungarn) aus, die einen Monat in Berlin verbrachte. Daran anknüpfend widmet sich die diesjährige Auflage der Literatur und literarischen Praktiken von Autor*innen, Dichter*innen und literarischen Stimmen mit Roma-Identität.

Das Residency-Programm wurde entwickelt im Zusammenspiel mit ERIACS laufender Initiative zur Gründung eines Roma-PEN, einer transnationalen Gemeinschaft von Schriftsteller*innen, Dichter*innen, Übersetzer*innen, Journalist*innen und Kulturschaffenden, die sich für Literatur, sprachliche Vielfalt und den Schutz der Meinungsfreiheit engagieren und sich gleichzeitig der Förderung von Roma-Literatur widmen. Vor diesem Hintergrund erhält der*die ausgewählte Stipendiat*in die Möglichkeit, Kontakte zu aufstrebenden ebenso wie zu etablierten Roma-Schriftsteller*innen zu knüpfen und in ein stetig wachsendes Netzwerk von Literaturschaffenden in ganz Europa und darüber hinaus eingeführt zu werden.

Über DAAD und ERIAC

Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD gehört zu den renommiertesten internationalen Stipendienprogrammen für Künstler*innen in den Bereichen Bildende Kunst, Film, Literatur und Musik. Das Team des BKP betreut auch das vom Auswärtigen Amt geförderte DAAD Sonderprogramm Künste und Medien, das Forschungs- und Vernetzungsaufenthalte von internationalen Kulturschaffenden in Deutschland unterstützt.

Das European Roma Institute for Arts and Culture (ERIAC) wurde 2017 gegründet und ist eine transnationale Organisation zur Förderung künstlerischer Produktion, kulturellen Erbes und kreativen Ausdrucks der Roma-Gemeinschaften in Europa. ERIAC fungiert als Zentrum für von Roma geleiteter Innovation in den Bereichen Bildende und Darstellende Kunst, Literatur, Film und Kulturtheorie und hat eine führende Rolle bei der Präsentation von Roma-Kultur auf internationalen Kunstveranstaltungen übernommen.

Details zur Residency

  • Dauer: 1 Monat (Herbst 2026 – vorzugsweise im September, die genauen Termine werden mit dem*der ausgewählten Bewerber*in vereinbart)
  • Ort: Berlin, Deutschland
  • Stipendium: 3.000 EUR (zur Deckung der Lebenshaltungskosten; wird bei Ankunft ausgezahlt)
  • Reisekosten: Die Anreise muss individuell organisiert werden, die Kosten werden jedoch übernommen (pauschal berechnet je nach Herkunftsland, Auszahlung bei Ankunft)
  • Unterkunft: Muss selbstständig organisiert und aus dem Stipendium finanziert werden
  • Visum und Krankenversicherung (falls erforderlich): Müssen selbstständig organisiert und getragen werden (Bewerber*innen müssen sicherstellen, dass sie legal nach Deutschland einreisen und sich dort aufhalten dürfen)
  • Öffentliche Präsentation: Die Residency beinhaltet die Möglichkeit einer öffentlichen Veranstaltung wie z. B. einer Lesung – organisiert vom Künstlerprogramm des DAAD in der daadgalerie, alternativ auch bei ERIAC.

Teilnahmeberechtigung

  • Zur Bewerbung sind ausschließlich Künstler*innen oder Kulturschaffende mit selbst deklarierter Roma-Identität zugelassen.
  • Zulässige Bewerber*innen: Belletristik-Autor*innen (von Romanen, Kurzgeschichten, Kindergeschichten), Sachbuchautor*innen (Autobiografien, Erfahrungsberichte, Reportagen), Dichter*innen und Spoken-Word-Künstler*innen, Dramatiker*innen und Drehbuchautor*innen, Essayist*innen sowie Literaturkritiker*innen.
  • Bewerber*innen sollten folgende Voraussetzungen erfüllen: ein schlüssiges literarisches Gesamtwerk oder ein klar umrissenes literarisches Projekt, eine vorrangige Beschäftigung mit dem Schreiben als Haupttätigkeit, einen Beitrag zum zeitgenössischen literarischen oder kulturellen Diskurs.

Auswahlverfahren
Die Bewerbungen werden von einer Jury geprüft, die gemeinsam von ERIAC und dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD berufen wird.

Die Auswahlkriterien sind:

  • Literarische Qualität, Originalität und Ausdruckskraft
  • Kohärenz und Entwicklung des Werks
  • Relevanz hinsichtlich des Schwerpunkts des Programms auf Roma-Literatur
  • Motivation und Pläne für die Residency
  • Künstlerische Exzellenz und Originalität
  • Relevanz hinsichtlich der Ziele des Residency-Programms
  • Motivationsschreiben
  • Selbstdeklaration der Roma-Identität

Bewerbung
Die Bewerbung (auf Englisch) muss folgende Unterlagen enthalten:

  1. Textauszug/Portfolio:
    – bis zu 15 Seiten eines literarischen Texts (veröffentlicht oder unveröffentlicht)
    – Auszüge aus längeren Werken sind zulässig
    – bei nicht-traditionellen Formaten ist eine entsprechende Dokumentation erforderlich
  2. Aktueller Lebenslauf mit Kontaktdaten
  3. Motivationsschreiben (max. 1 Seite)
     – Schildern Sie Ihr Interesse am Residency-Programm.
  4. Selbstdeklaration der Roma-Identität:
    – eine kurze schriftliche Erklärung

Bitte senden Sie Ihre Unterlagen im PDF-Format an: eriac  (at) eriac (dot) org
Betreffzeile: DAAD-ERIAC literary residency 2026

Bewerbungsschluss: 1. Juni 2026, 17:00 MEZ
Unvollständige Bewerbungen werden nicht berücksichtigt.

Benachrichtigung
Die Bewerber*innen werden circa vier Wochen nach Bewerbungsschluss über die Entscheidung der Jury informiert. Der*die ausgewählte Bewerber*in muss während des geplanten Aufenthaltszeitraums verfügbar sein.

Kontakt
Bei Fragen zur Ausschreibung oder zum Bewerbungsverfahren wenden Sie sich bitte an:
Emese Molnár at emese (dot) molnar (at) eriac (dot) org

Literaturnobelpreis 2025 für László Krasznahorkai

Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD gratuliert dem ungarischen Schriftsteller László Krasznahorkai herzlich zum Literaturnobelpreis 2025.

Der ehemalige Fellow unseres Programms aus dem Jahr 1987 hat eine enge und beständige Beziehung zu Berlin bewahrt – einer Stadt, in der er gelebt, geschrieben und 2008 als Samuel-Fischer-Gastprofessor an der Freien Universität Berlin gelehrt hat. Seine Bücher erscheinen auf Deutsch im S. Fischer Verlag, der seit Langem die Heimat seines außergewöhnlichen literarischen Schaffens ist. Seine unverwechselbare Stimme hat die Vorstellungskraft von Leserinnen und Autorinnen gleichermaßen geprägt und einen tiefen, bleibenden Eindruck in der Weltliteratur hinterlassen.

Herzlichen Glückwunsch, László Krasznahorkai!

ERIAC–DAAD Residency-Programm für Künste und Medien 2025: Call for Applications

Das European Roma Institute for Arts and Culture (ERIAC) und das Berliner Künstlerprogramm des DAAD geben gemeinsam den Start des ERIAC–DAAD Residency-Programms für Künste und Medien bekannt. Ab 2025 bietet diese mehrjährige Initiative jährlich eine einmonatige Residency in Berlin für Künstler*innen oder Kulturschaffende mit selbst deklarierter Roma-Identität.
Das Programm basiert auf einer gemeinsamen Verpflichtungen zu kultureller Gerechtigkeit und der Stärkung unterrepräsentierter Stimmen im internationalen Kunstbereich.

Jedes Jahr wird sich das Residency-Programm auf ein anderes künstlerisches Feld konzentrieren. Die erste Ausgabe im Jahr 2025 richtet sich an Kulturschaffende aus den Bereichen Bildende Kunst, Raumpraktiken, kuratorische Arbeit, Ausstellungspraxis, Kunst im öffentlichen Raum, Design und Architektur.

Die Residency bietet Zeit, Raum, Mentoring und institutionelle Unterstützung für Reflexion, Forschung und Vernetzung in Berlin sowie Möglichkeiten, sich mit lokalen und internationalen Kulturschaffenden auszutauschen. Außerdem besteht die Möglichkeit zur öffentlichen Präsentation (z. B. ein Artist Talk, eine Ausstellung, eine Präsentation oder eine Performance). Bewerber*innen werden ermutigt – jedoch nicht verpflichtet – bereits erste Ideen für ein solches öffentliches Format während ihres Aufenthalts in Berlin zu entwickeln.

Über DAAD und ERIAC
Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD gehört zu den renommiertesten internationalen Stipendienprogrammen für Künstler*innen in den Bereichen Bildende Kunst, Film, Literatur und Musik. Das Team des BKP betreut auch das vom Auswärtigen Amt geförderte DAAD Sonderprogramm Künste und Medien, das Forschungs- und Vernetzungsaufenthalte von internationalen Kulturschaffenden in Deutschland unterstützen.

Das European Roma Institute for Arts and Culture (ERIAC) wurde 2017 gegründet und ist eine transnationale Organisation zur Förderung künstlerischer Produktion, kulturellen Erbes und kreativen Ausdrucks der Roma-Gemeinschaften in Europa. ERIAC fungiert als Zentrum für von Roma geleitete Innovation in den Bereichen Bildende und Darstellende Kunst, Literatur, Film und Kulturtheorie und hat eine führende Rolle bei der Präsentation von Roma-Kultur auf internationalen Kunstveranstaltungen übernommen.

Details zur Residency
Dauer: 1 Monat (November 2025)
Ort: Berlin, Deutschland
Stipendium: 3.000 EUR (zur Deckung aller Lebenshaltungskosten; wird bei Ankunft ausgezahlt)
Reisekosten: Die Anreise muss individuell organisiert werden, die Kosten werden jedoch übernommen (pauschal berechnet je nach Herkunftsland, Auszahlung bei Ankunft)
Unterkunft: Muss selbstständig organisiert und aus dem Stipendium finanziert werden
Visum und Krankenversicherung (falls erforderlich): Müssen selbstständig organisiert und getragen werden (Bewerber*innen müssen sicherstellen, dass sie legal nach Deutschland einreisen und sich dort aufhalten dürfen)
Öffentliche Präsentation: Die Residency beinhaltet die Möglichkeit einer öffentlichen Veranstaltung wie z. B. einem Artist Talk, einer Ausstellung oder Performance – organisiert vom Künstlerprogramm des DAAD in der daadgalerie, alternativ auch bei ERIAC.
Die Residency erfordert keine Produktion oder Einreichung eines fertigen Werks. Es besteht keine Verpflichtung zur künstlerischen Präsentation am Ende des Aufenthalts. Dennoch wird eine Form öffentlicher Intervention – z. B. ein Vortrag, eine Präsentation, Ausstellung oder Performance – ausdrücklich begrüßt. Die organisatorischen und materiellen Kosten (falls vorhanden) können in Absprache mit den Veranstaltern vom Programm übernommen werden.

Teilnahmeberechtigung

– Bewerberinnen müssen Künstlerinnen oder Kulturschaffende mit selbst deklarierter Roma-Identität sein
– Zugelassene Bereiche für 2025: Bildende Kunst, Raumpraktiken, kuratorische Arbeit, Ausstellungspraxis, Kunst im öffentlichen Raum, Design, Architektur
– Die Bewerbung steht Kulturschaffenden in allen Karrierephasen offen – von Nachwuchstalenten bis zu etablierten Persönlichkeiten. Es gibt keine Altersgrenze; jedoch wird besonders jungen Talenten am Anfang ihrer Karriere besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Es gibt keine geografischen Einschränkungen – Bewerbungen sind weltweit möglich.

Auswahlverfahren
Die Bewerbungen werden von einer Jury aus Fachleuten geprüft, die gemeinsam von ERIAC und dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD berufen wird. Die Jurysitzung findet im Oktober 2025 statt. Die ausgewählte Person muss bereit sein, im November 2025 für die Residency nach Berlin zu reisen.

Die Auswahlkriterien sind:

– Künstlerische Exzellenz und Originalität
– Relevanz in Bezug auf die Ziele des Residency-Programms
– Motivationsschreiben
– Selbstdeklaration der Roma-Identität

Bewerbung
Die Bewerbung (auf Englisch) muss folgende Unterlagen enthalten:

1. Portfolio: Entweder ein künstlerisches Portfolio oder eine umfassende Dokumentation kuratorischer Projekte. Das Portfolio sollte eine kurze Beschreibung der theoretischen Rahmenbedingungen enthalten, die die Arbeit oder Praxis der Bewerber*in prägen. Besonders erwünscht sind künstlerische Positionen, die sich kritisch mit historischen Fragen und zeitgenössischen Diskursen auseinandersetzen.
2. Aktueller Lebenslauf mit Kontaktdaten
3. Motivationsschreiben: mit einem Plan für den Aufenthalt und (optional) einer ersten Reflexion über mögliche Ideen für eine öffentliche Intervention während der Residency (max. 1 Seite)
4. Selbstdeklaration als Roma: Ein kurzer schriftlicher Nachweis über die Roma-Identität

Bitte senden Sie Ihre Unterlagen im PDF-Format an: eriac@eriac.org
Betreffzeile: DAAD-ERIAC residency 2025
Bewerbungsschluss: 9. Oktober 2025 (Ende des Tages)
Unvollständige Bewerbungen werden nicht berücksichtigt.

Benachrichtigung

Die Bewerber*innen werden Ende Oktober 2025 über die Entscheidung der Jury informiert. Die Residency ist für November 2025 geplant, mit der Möglichkeit einer Verschiebung auf Anfang Dezember, wenn dies von der ausgewählten Person gewünscht und begründet wird.

Kontakt
Bei Fragen zur Ausschreibung oder zum Bewerbungsverfahren wenden Sie sich bitte an:
Emese Molnár
E-Mail: emese (dot) molnar (at) eriac (dot) org

Fellows 2026

Wir freuen uns, unsere Stipendiaten für 2026 bekannt zu geben.
Diese außergewöhnlichen Künstler und Kollektive aus verschiedenen Disziplinen wurden mit einem Stipendium des Berliner Künstlerprogramms ausgezeichnet:

Khabat Abas, Musik & Klang
Sarmen Almond, Musik & Klang
Joanna Arnow, Film
Javier Areal Vélez, Musik & Klang
Souhaib Ayoub, Literatur
Elif Batuman, Literatur
Hemley Boum, Literatur
Shasha Chen, Musik & Klang
Vanessa Onwuemezi, Literatur
Malaury Eloi Paisley, Film
Juanjo Pereira, Film
Carlos Soto Román, Literatur
Ciwas Tahos, Bildende Kunst
The Fire Theory, Bildende Künste
Martin Toloku, Bildende Künste
Isola Tong, Bildende Künste
Wang Tuo, Bildende Künste

Wir bedanken uns herzlich bei den unabhängigen Juroren, die aus einer Vielzahl von Bewerbungen und Nominierungen diese beeindruckende Auswahl getroffen haben:

Jury Film
Dieu Hao Do, Oliver Hardt, Birgit Kohler, Boaz Levin, Bianca Oana,
Vorauswahl: Annina Wettstein

Jury Literatur
Tobias Haberkorn, Anna Jäger, Daniel Medin, Lara Sielmann, Miryam Schellbach, Uljana Wolf
Vorauswahl: Ricardo Domeneck

Jury Musik & Klang
Cédrik Fermont, Yair Klartag, Pedro Oliveira, Patricia Reed, Dayang Yraola
Vorauswahl: Stefanie Alisch, Reece Cox, Janine Eisenächer, Morgan Sully, Brandon

Jury Bildende Künste
Sara Sejin Chang, Inti Guerrero, Timea Junghaus, Sam Vernon, X Zhu-Nowell
Nominierungsjury Bildende Künste: Celenk Bafra, Patricia Belli, Lynhan Balatbat-Helbock, Sandra Demetrescu, Emma Enderby, Andrei Fernández, Natasha Ginwala, Michelle Hyun, Alona Karavai, Inga Lace, Renan Laru-an, Miguel Lopez, Thomas Köhler, Victor Neumann, Hila Peleg, Marie Helene Pereira, Gahee Park, Va-Bene Elikem Fiatsi, Alya Sebti, Ala Younis, WHW

BKP-Jahrbuch 2025

In Zeiten der Polarisierung birgt jedes Zusammentreffen ein Risiko und ein Versprechen. Die Risiken sind bekannt: Missbilligung, gescheiterte Verständigung, Ausgrenzung. Die Versprechen gilt es dagegen gemeinsam zu entdecken. Von der Übereinstimmung bis zur Irritation, vom Befremden bis zur Berührung – das Spektrum der Möglichkeiten ist unvorstellbar groß. Residenzprogramme sind für die aktuellen Herausforderungen ein besonders geeigneter Raum: Sie ermöglichen das Zuhören und Erklären, das Nachfragen und Ausverhandeln.

Im Jahrbuch konzentrieren wir uns dieses Mal auf das Wesentliche: die internationalen Schriftsteller*innen, bildenden Künstler*innen, Filmemacher*innen, Klangkünstler*innen und Komponist*innen, die sich 2025 mit einem Auszeichnungsstipendium für sechs bis zwölf Monate in Berlin niederlassen. Was die vielen Projekte anbelangt, die wir in der Stadt und darüber hinaus entwickeln, sei auf unsere Website verwiesen.

Das Jahrbuch 2025 des Berliner Künstlerprogramms ist online verfügbar.

Wir wünschen angenehme Lektüre!

FELLOWS AND ALUMNI*AE IN JULY

The Haus der Kunst in Munich is presenting new works by Ars Viva Prize winner Helena Uambembe (Fellow 2023). The Hamburger Kunsthalle is honoring two significant artists from the post-Soviet space with the dual exhibition Edi Hila | Thea Djordjadze; Albanian artist Edi Hila was a BKP Fellow in 2019. Hamburg’s city curator, Joanna Warsza, is showcasing works by Agnes Denes (Fellow 1978) and Małgorzata Mirga-Tas (Fellow 2022) in From the Cosmos to the Commons – Between Stars and Signals at the Planetarium. And there is good news beyond the borders as well: Fiston Mwanza Mujila (Fellow 2024) has been awarded the Franz Nabl Prize by the City of Graz. We also congratulate Memory BiwaZoncy HeavenlySteve McQueenMilica Tomic and Helena Uambembe on their participation in the Berlin Biennale!

FELLOWS UND ALUMNI*AE IM JULI

Das Haus der Kunst in München präsentiert neue Arbeiten der Ars-Viva-Preisträgerin Helena Uambembe (Fellow 2023). Die Hamburger Kunsthalle würdigt mit der Doppelausstellung Edi Hila | Thea Djordjadze zwei bedeutende Künstler*innen aus dem postsowjetischen Raum; der albanische Künstler Edi Hila war 2019 Fellow des BKP.  Die Stadtkuratorin Hamburgs, Joanna Warsza, zeigt in From the Cosmos to the Commons – Between Stars and Signals im Planetarium Arbeiten von Agnes Denes (Fellow 1978) und Małgorzata Mirga-Tas (Fellow 2022). Und auch jenseits der Grenzen gibt es gute Nachrichten: Fiston Mwanza Mujila (Fellow 2024) wurde mit dem Franz-Nabl-Preis der Stadt Graz ausgezeichnet. Wir gratulieren auch Memory BiwaZoncy HeavenlySteve McQueenMilica Tomic und Helena Uambembe zu ihrer Teilnahme an der Berlin Biennale!

Planetary Transitions 2025: Potsdam Artist Residency – Call for Applications

Das Potsdam-Memorandum von 2007 ruft die Wissenschaft wie die Zivilgesellschaft dazu auf, alle Quellen des Erfindungsreichtums und der Kooperation zu erschließen, um die gewaltigen Nachhaltigkeitsherausforderungen unserer Zeit anzugehen. Die Künste können hierbei einzigartige Einsichten liefern, die über den Rahmen der wissenschaftlichen Analyse und der Entwicklung politischer Maßnahmen hinausgehen, da sie unsere Ansichten in Frage stellen und neue Wege eröffnen, um gemeinsam auf das Ziel einer nachhaltigen Welt hinzuarbeiten und gleichzeitig den Dialog über Kulturen, Epistemologien und Territorien hinweg zu fördern.

Gemeinsam laden das Berliner Künstlerprogramm des DAAD, die Stadt Potsdam, und das Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit – Helmholtz-Zentrum Potsdam (RIFS) internationale Künstler:innen dazu ein, sich für ein Residenzprogramm in Potsdam zu bewerben, das die Möglichkeit bietet, sich künstlerisch mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander zu setzen. Das Programm zielt darauf ab, den Austausch zwischen Kunst, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu fördern sowie weltweite Zusammenarbeit zu ermöglichen. Wir ermutigen insbesondere die Teilnahme von Künstler:innen mit kritischen Stimmen und Perspektiven, die in den deutschen und westeuropäischen Debatten zu Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsentwicklung bisher nicht vorkommen.

Wir freuen uns besonders über Bewerbungen von Kandidat:innen, deren Interessen sich mit unseren Forschungsaktivitäten decken, insbesondere in den Bereichen: Luftqualität, Klimawandel, Konsum, Demokratie, Digitalisierung, Energie, gerechte Transformation, Mentalität, Mobilität, Rechte der Natur, Risiken und Gefahren und/oder Nachhaltigkeitsherausforderungen, welche die Arktis, Europa (insbesondere Brandenburg/Berlin), Lateinamerika (insbesondere die Amazonasregion), Süd- (d.h. die Himalaya-Region) und Ostasien oder die Ozeane betreffen.

Der oder die erfolgreiche Bewerber:in wird am RIFS-Fellow-Programm teilnehmen, das in den vergangenen Jahren neben Wissenschaftlern und Praktikern aus der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft auch häufig Künstler aufgenommen hat. Die Fellowships erstrecken sich über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten, beginnend in der zweiten Jahreshälfte 2025. Das RIFS stellt die grundlegende Infrastruktur sowie ein monatliches Stipendium und zusätzliche Zuschüsse für Nebenkosten wie Reisekosten zur Verfügung, die vom DAAD mitfinanziert werden. Darüber hinaus unterstützen wir die Stipendiaten bei der Beantragung von Visa, übernehmen die Kosten für die An- und Abreise nach Potsdam und stellen für die ersten drei Monate des Stipendiums eine Wohnung zur Verfügung, so dass die Stipendiaten ausreichend Zeit haben, sich bei Bedarf eine geeignete Wohnung im Raum Berlin-Brandenburg zu suchen.

Die Fellows werden während ihres gesamten Aufenthalts von der RIFS Fellow-Abteilung unterstützt und haben die Möglichkeit, sich mit anderen Forschenden und Fellows am RIFS sowie mit kulturellen Einrichtungen in Potsdam und darüber hinaus auszutauschen.

Diese Ausschreibung richtet sich an Künstler:innen aus allen Sparten – Bildende Künste, Film, Darstellende Künste, Literatur, Musik und weitere Kunstformen. Wir legen einerseits Wert auf künstlerische Erfahrung, sind uns aber ebenso bewusst, dass außergewöhnliches Talent und Kreativität oft über die traditionellen Maßstäbe hinausgehen. Wir ermutigen Einzelpersonen mit einer Leidenschaft für ihr Handwerk und einem aussagekräftigen Portfolio, das ihre Fähigkeiten unter Beweis stellt, sich zu bewerben. Wir begrüßen gemeinsame Bewerbungen von künstlerischen Kollektiven; unsere Mittel sind jedoch begrenzt. Bitte wenden Sie sich direkt an uns, wenn Sie eine gemeinsame Bewerbung einreichen möchten.

Für die Bewerbung reichen Sie bitte die folgenden Dokumente und Informationen ein:

•    Motivationsschreiben (max. 2 Seiten): Bitte erläutern Sie Ihre Motivation, sich auf dieses Fellowship zu bewerben. Skizzieren Sie bitte insbesondere, wie Ihr Projekt von einer Zusammenarbeit mit einer der Forschungsgruppen am RIFS profitieren würde. Bitte geben Sie an, welche RIFS-Forschungsgruppe Ihr bevorzugter Kooperationspartner wäre.
•    Lebenslauf (max. 2 Seiten): Bitte schildern Sie die wichtigsten Abschnitte Ihrer Karriere.
•    Portfolio (max. 20 Seiten): Bitte reichen Sie Ihr Portfolio oder Links zu Websites mit Ihren Arbeiten ein.
•    Antrag (max. 5 Seiten): Bitte skizzieren Sie Ihr geplantes Projekt während des Fellowships und gehen Sie dabei besonders darauf ein, inwiefern es sich auf Nachhaltigkeit bezieht und wie es am RIFS, im Raum Potsdam/Berlin und/oder in der deutschen Kulturlandschaft umgesetzt werden soll.

Alle Dokumente müssen bis zum 15. Januar 2025 als separate PDF-Dateien auf Englisch über unser Online-Bewerbungstool eingereicht werden. Ihre vollständige Bewerbung (alle Dateien) sollte 25 MB nicht überschreiten.

Erfolgreiche Bewerber:innen werden von Vertreter:innen des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, der Stadt Potsdam, des RIFS und unabhängigen Jurymitgliedern aus Wissenschaft und Kunst ausgewählt. Wir streben eine Entscheidung im Februar/März 2025 an.

Als Teil des Stipendiums erwarten wir, dass der/die erfolgreiche(n) Bewerber seine/ihre Arbeit der Öffentlichkeit vorstellt. Damit sind nicht unbedingt fertige Kunstwerke gemeint, sondern im weiteren Sinne ihre Themen, ihr Ansatz und ihre Perspektive auf planetarische Übergänge.

Den kompletten Ausschreibungstext (in Englisch) finde Sie hier.

Kooperationsprojekt mit Artis

Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD und Artis, New York und Tel Aviv, haben eine Kooperation ins Leben gerufen, um KünstlerInnen und KuratorInnen aus Israel, die in den Bereichen Bildende Kunst, Performance und Kuration tätig sind, voll finanzierte Aufenthalte anzubieten. Die KünstlerInnen und KuratorInnen werden sich bis zu drei Monate an Kunstinstitutionen wie dem Bauhaus-Archiv Berlin, der Neuen Sächsischen Galerie, dem Künstler*innenhaus Mousonturm Frankfurt, Forecast Berlin und Universitäten wie der Universität der Künste Berlin, der Humboldt-Universität und der Hochschule für Bildende Künste Hamburg aufhalten. Bereits eingeladen sind der Kurator und Architekt Eran Eizenhamer, die Künstlerin und Kuratorin Hadas Kedar, die bildende Künstlerin Nira Pereg, die Kuratorin Mayaan Sheleff und das Performance-Kollektiv Public Movement. Weitere Einladungen werden folgen.

Artis ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation für zeitgenössische Kunst, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, zeitgenössische Künstler aus Israel zu unterstützen und einen Beitrag zu einer globalen Diskussion über Kunst und Kultur zu leisten. Artis arbeitet mit KünstlerInnen und KuratorInnen zusammen, die kritische Fragen stellen und komplexe Narrative erforschen und danach streben, über die Reproduktion nationaler Narrative, Vorannahmen oder vorgefasster Meinungen hinauszugehen, um verantwortungsbewusst und dialogfähig  im Austausch mit der internationalen Kunstgemeinschaft nach neuen Ansätzen und Perspektiven zu suchen. Artis setzt sich dafür ein, KünstlerInnen und KuratorInnen aus Israel unabhängig von ihrer Religion, ihrem Alter, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität künstlerische Möglichkeiten zu bieten.

Die Stipendien werden aus Mitteln des Auswärtigen Amts im Rahmen des Programms DAAD Künste und Medien gefördert.

Ankündigung Fellows 2025

Die herausragenden Kunstschaffenden, die 2025 mit Residenzaufenthalten in Berlin ausgezeichnet werden, stehen fest. Aus rund eintausendvierhundert Bewerbungen aus 120 Ländern haben vier unabhängige, international besetzte Jurys die folgenden Positionen ausgewählt:

Bildende Künste
Hoda Afshar, Iran
Essa Grayeb, Palästinensische Gebiete
Hira Nabi, Pakistan
Alejandra Pombo Su, Spanien
Sage Ni’Ja Whitson, USA

Film
Flora Dias, Brasilien
Wanjiru Kinyanjui, Kenia
Yeo Siew Hua, Singapur

Literatur                    
Julia Cimafiejeva, Belarus
Nastaran Makaremi, Iran
James Noël, Haiti
Norman Erikson Pasaribu, Indonesien
Claudia Rankine, USA
Geetanjali Shree, Indien

Musik & Klang         
Dror Feiler, Schweden
Interspecifics, Mexiko
Isuru Kumarasinghe, Sri Lanka
Okkyung Lee, Südkorea

Pressemitteilung Fellows 2025