Fellows 2026

Wir freuen uns, unsere Stipendiaten für 2026 bekannt zu geben.
Diese außergewöhnlichen Künstler und Kollektive aus verschiedenen Disziplinen wurden mit einem Stipendium des Berliner Künstlerprogramms ausgezeichnet:

Khabat Abas, Musik & Klang
Sarmen Almond, Musik & Klang
Joanna Arnow, Film
Javier Areal Vélez, Musik & Klang
Souhaib Ayoub, Literatur
Elif Batuman, Literatur
Hemley Boum, Literatur
Shasha Chen, Musik & Klang
Vanessa Onwuemezi, Literatur
Malaury Eloi Paisley, Film
Juanjo Pereira, Film
Carlos Soto Román, Literatur
Ciwas Tahos, Bildende Kunst
The Fire Theory, Bildende Künste
Martin Toloku, Bildende Künste
Isola Tong, Bildende Künste
Wang Tuo, Bildende Künste

Wir bedanken uns herzlich bei den unabhängigen Juroren, die aus einer Vielzahl von Bewerbungen und Nominierungen diese beeindruckende Auswahl getroffen haben:

Jury Film
Dieu Hao Do, Oliver Hardt, Birgit Kohler, Boaz Levin, Bianca Oana,
Vorauswahl: Annina Wettstein

Jury Literatur
Tobias Haberkorn, Anna Jäger, Daniel Medin, Lara Sielmann, Miryam Schellbach, Uljana Wolf
Vorauswahl: Ricardo Domeneck

Jury Musik & Klang
Cédrik Fermont, Yair Klartag, Pedro Oliveira, Patricia Reed, Dayang Yraola
Vorauswahl: Stefanie Alisch, Reece Cox, Janine Eisenächer, Morgan Sully, Brandon

Jury Bildende Künste
Sara Sejin Chang, Inti Guerrero, Timea Junghaus, Sam Vernon, X Zhu-Nowell
Nominierungsjury Bildende Künste: Celenk Bafra, Patricia Belli, Lynhan Balatbat-Helbock, Sandra Demetrescu, Emma Enderby, Andrei Fernández, Natasha Ginwala, Michelle Hyun, Alona Karavai, Inga Lace, Renan Laru-an, Miguel Lopez, Thomas Köhler, Victor Neumann, Hila Peleg, Marie Helene Pereira, Gahee Park, Va-Bene Elikem Fiatsi, Alya Sebti, Ala Younis, WHW

BKP-Jahrbuch 2025

In Zeiten der Polarisierung birgt jedes Zusammentreffen ein Risiko und ein Versprechen. Die Risiken sind bekannt: Missbilligung, gescheiterte Verständigung, Ausgrenzung. Die Versprechen gilt es dagegen gemeinsam zu entdecken. Von der Übereinstimmung bis zur Irritation, vom Befremden bis zur Berührung – das Spektrum der Möglichkeiten ist unvorstellbar groß. Residenzprogramme sind für die aktuellen Herausforderungen ein besonders geeigneter Raum: Sie ermöglichen das Zuhören und Erklären, das Nachfragen und Ausverhandeln.

Im Jahrbuch konzentrieren wir uns dieses Mal auf das Wesentliche: die internationalen Schriftsteller*innen, bildenden Künstler*innen, Filmemacher*innen, Klangkünstler*innen und Komponist*innen, die sich 2025 mit einem Auszeichnungsstipendium für sechs bis zwölf Monate in Berlin niederlassen. Was die vielen Projekte anbelangt, die wir in der Stadt und darüber hinaus entwickeln, sei auf unsere Website verwiesen.

Das Jahrbuch 2025 des Berliner Künstlerprogramms ist online verfügbar.

Wir wünschen angenehme Lektüre!

FELLOWS AND ALUMNI*AE IN JULY

The Haus der Kunst in Munich is presenting new works by Ars Viva Prize winner Helena Uambembe (Fellow 2023). The Hamburger Kunsthalle is honoring two significant artists from the post-Soviet space with the dual exhibition Edi Hila | Thea Djordjadze; Albanian artist Edi Hila was a BKP Fellow in 2019. Hamburg’s city curator, Joanna Warsza, is showcasing works by Agnes Denes (Fellow 1978) and Małgorzata Mirga-Tas (Fellow 2022) in From the Cosmos to the Commons – Between Stars and Signals at the Planetarium. And there is good news beyond the borders as well: Fiston Mwanza Mujila (Fellow 2024) has been awarded the Franz Nabl Prize by the City of Graz. We also congratulate Memory BiwaZoncy HeavenlySteve McQueenMilica Tomic and Helena Uambembe on their participation in the Berlin Biennale!

FELLOWS UND ALUMNI*AE IM JULI

Das Haus der Kunst in München präsentiert neue Arbeiten der Ars-Viva-Preisträgerin Helena Uambembe (Fellow 2023). Die Hamburger Kunsthalle würdigt mit der Doppelausstellung Edi Hila | Thea Djordjadze zwei bedeutende Künstler*innen aus dem postsowjetischen Raum; der albanische Künstler Edi Hila war 2019 Fellow des BKP.  Die Stadtkuratorin Hamburgs, Joanna Warsza, zeigt in From the Cosmos to the Commons – Between Stars and Signals im Planetarium Arbeiten von Agnes Denes (Fellow 1978) und Małgorzata Mirga-Tas (Fellow 2022). Und auch jenseits der Grenzen gibt es gute Nachrichten: Fiston Mwanza Mujila (Fellow 2024) wurde mit dem Franz-Nabl-Preis der Stadt Graz ausgezeichnet. Wir gratulieren auch Memory BiwaZoncy HeavenlySteve McQueenMilica Tomic und Helena Uambembe zu ihrer Teilnahme an der Berlin Biennale!

China Miéville sagt Fellowship ab

Der Schriftsteller China Miéville hat uns über seinen Rücktritt von seinem Berliner Künstlerprogramm Fellowship 2024 informiert. Wir bedauern seine Entscheidung sehr. Als Berliner Künstlerprogramm des DAAD tun wir unser Bestes, um offene Räume zu schaffen und Künstlern aus aller Welt Schutz, Unterstützung und Austausch zu bieten. Die Vielfalt der Stimmen, die wir beherbergen, die Vielfalt der Perspektiven, die wir sichtbar und hörbar machen, zeigen unser Engagement insbesondere für die grundgesetzlich geschützte Freiheit von Kunst und Wissenschaft. Wir engagieren uns weiterhin sehr für eine lebendige und vielfältige Kultur und sind überzeugt, dass Berlin dafür genau der richtige Ort ist.

Making it Matter: Archivdigitalisierung und Archivvermittlung

Dank einer Förderung des Forschungszentrums digiS  erschließt und digitalisiert das Berliner Künstlerprogramm 2024 Archivmaterial mit Blick auf Berliner Zeit- und Kulturgeschichte aus bislang unterrepräsentierten Perspektiven. Im Fokus steht eine kollaborative Erschließung zusammen mit dem Forschungsprojekt Writing Berlin der Freien Universität Berlin, mit der Deutschen Kinemathek und mit dem Forschungsprojekt zur Jüdischen Filmgeschichte der Filmuniversität Babelsberg
Digitalisiert und untersucht werden beispielsweise unveröffentlichte Interviews, die Shelly Silver 1992 mit BerlinerInnen geführt hat, sowie das komplexe und weitgehend unbekannte filmische Werk der jugoslawischen Künstlerin Irena Vrkljan, die als eine der ersten weiblichen Stipendiatinnen 1966 nach Berlin kam. Verschiedene Stimmen, Klänge, Bilder und Geschichten erzählen von Exilerfahrungen, Migration sowie queeren und feministischen Gemeinschaften. Das bereits bestehende Vermittlungsprojekt Mapping the Archive bildet einen Ausgangspunkt zur weiteren Zugänglichmachung von Digitalisaten mit zeit- und kulturhistorischer Relevanz für Berlin.
Die Digitalisierung des Archivs wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin (digiS).

Fellows des Berliner Künstlerprogramms 2024

Die herausragenden Kunstschaffenden, die 2024 mit Residenzaufenthalten in Berlin ausgezeichnet werden, stehen fest. Dank einer Kooperation mit der Matschinksy-Denninghoff-Stiftung unter dem Dach der Berlinischen Galerie wird erstmals ein neues Kollektivstipendium ermöglicht, das 2024 an das philippinische Kollektiv Green Papaya vergeben wird. In den Sparten Literatur, Film und Musik & Klang wurden die neuen Fellows aus rund sechshundert Bewerbungen aus 105 Ländern ausgewählt. Für die Sparte Bildende Künste wurden die Fellows von einer international besetzten Jury nominiert und ausgewählt. Die Liste der Fellows und die Mitglieder aller beteiligten Jurys finden Sie auf unserer Webseite.

Webseite „Mapping the Archive“ jetzt online

Dank einer Förderung durch das Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin (digiS) und der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhaltkonnten konnten Teile der audiovisuellen Archivbestände des BKP digitalisiert werden. Mapping the Archive macht ausgewählte Werke nun erstmals online frei zugänglich. Auf einer Karte Berlins sind jene Orte markiert, mit denen sich die Fellows während ihres Aufenthaltes in den 1970er bis 1990er Jahren besonders beschäftigt haben. Mapping the Archive setzt sich mit den Beziehungsgeflechten und Bewegungen der Fellows durch Berlin auseinander und zeichnet auf diese Weise eine bisher unsichtbare Chronik der Stadt.

www.mappingthearchive.de

Neu erschienen: Mario Verandi, Lucent Shores

Lucent Shores vereint Mario Verandis elektroakustische Kompositionen, die er im Zeitraum 2002 und 2017 produziert hat. Das Album komplementiert Verandis Orillas Distantes – Distant Shores, das 2001 veröffentlicht wurde und seine frühen elektroakustischen Werke (1995 – 2000) enthält. Die beiden Alben machen den starken Bezug des Komponisten zur akusmatischen Musik sichtbar, deren Wurzeln zurück bis zur musique concrète der 1940er Jahre reichen. Mit Intensität und Vorstellungskraft erkundet Mario Verandi die Verwendung von erkennbaren Klangquellen im Zusammenspiel mit elektronischen Transformationen des gleichen Materials und verwischt damit die Grenzen realer und abstrakter Klangwelten.
Die Produktion wurde vom Berliner Künstlerprogramm unterstützt.

CD / 2023
Zur Bestellung

OPEN CALL: OSCILLATIONS – Sonic Inquiries and Practices

Die Akademie der Künste, das Centre for Humanities Research an der University of the Western Cape und Deutschlandfunk Kultur freuen sich, den Beginn des gemeinsamen Projekts OSCILLATIONS bekannt zu geben. Damit wollen wir eine trans-hemisphärische Verständigung über akustisches Denken und Handeln erreichen.

OSCILLATIONS findet in Kapstadt, Berlin und im Cyberspace statt. Im Zeichen von Dialog, Austausch und Zusammenarbeit veranstalten die Partner eine Reihe von Künstlerresidenzen, Klanginstallationen und Ausstellungen, Hör- und Lesesessions, Rundfunk- und Podcast-Inhalte sowie Workshops und Archivexperimente.

Dieser Open Call für Residenzen richtet sich an Klangkünstler, Studierende und Kulturschaffende aus dem südlichen Afrika. Die Ausschreibung in Berlin, die zum Teil vom DAAD Künste & Medien Programm unterstützt wird, umfasst drei Residenzen von jeweils zwei Monaten Dauer und richtet sich an Klangkünstler, die bereits in der Mitte ihrer Karriere stehen. In Kapstadt umfasst die Ausschreibung zwei zweimonatige Residenzen für Klangkünstler – ebenfalls in der Mitte ihrer Karriere stehend – , und zwei einmonatige Residenzen für Neueinsteiger im Bereich der Klangforschung und -praxis. Die Aufenthalte können nach Rücksprache im Zeitraum von Juni 2023 bis März 2024 stattfinden.

Weitere Informationen und Open Call for Residencies

Oscillations ist ein Projekt der Akademie der Künste, Berlin, Centre for Humanities Research at the University of the Western Cape (Cape Town) und Deutschlandfunk Kultur / Klangkunst (Berlin)

Gefördert im Fonds TURN2 der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Unterstützt durch das DAAD Künste & Medien Programm, die Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf und das National Institute for Humanities and Social Sciences (NIHSS).