Worte im Exil
- daadgalerie
- Gespräch
- Lesung
25.06.2025 / 19:00 – 21:00
Mit Hanadi Zarka, Karima Shabrang
Lesung und Gespräch
Moderiert von Vanessa Vu
Wie beeinflusst das Leben fern der Heimat die eigene Sprache? Welche Erfahrungen finden Ausdruck in der Poesie? Drei ehemalige Stipendiatinnen des ICORN-Programms lesen Gedichte und Texte, die während ihres Schutzaufenthaltes in Berlin und Hannover entstanden sind.
Karima Shabrang wurde aufgrund des offenen Umgangs mit Erotik und weiblicher Lust in ihren Gedichten in Afghanistan verfolgt und fand 2022 mit ihrer Familie Zuflucht in Berlin. Das Berliner Künstlerprogramm veröffentlichte in diesem Jahr eine Auswahl ihrer Gedichte in dem Band Ich atmete Erde, sprach Regen in persischer Sprache und deutscher Übersetzung.
Die syrische Dichterin, Journalistin und Schriftstellerin Hanadi Zarka publiziert regelmäßig Beiträge in arabischsprachigen Medien. Seit diesem Jahr arbeitet sie bei „Weiter Schreiben“ an einem Projekt zu von Frauen geschriebener Geschichte. 2025 erschien ihr vom BKP herausgegebener zweisprachig arabisch-deutscher Lyrikband Wie ein Herz am Hauseingang, in dem sie sich mit dem Zustand des Exils, Einsamkeit, Heimweh und Berlin auseinandersetzt.
Atefe Asadi ist eine Autorin, Redakteurin, Übersetzerin und Songwriterin aus Teheran. In ihren Texten befasst sie sich mit der iranischen Gesellschaft, einschließlich Genderfragen, Sexualität und Frauenrechte. Im Dezember 2022 erhielt Atefe Asadi das Hannah-Arendt-Stipendium und lebt seither als ICORN-Residentin in Hannover. Bei „Weiter Schreiben“ liegen einige ihrer Kurzgeschichten in deutscher Übersetzung vor.
Die deutsche Journalistin Vanessa Vu ist Tochter vietnamesischer Einwanderer. Die Familie verbrachte ihre ersten Jahre in Deutschland in einem Asylbewerberheim in Niederbayern. Seit 2017 schreibt sie als Redakteurin bei Zeit Online u.a. über Rassismus, Diskriminierung und Genderthemen.
daadgalerie, Oranienstraße 161, 10969 Berlin
Mit Simultanübersetzung Deutsch / Arabisch / Persisch
Eintritt frei
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Hannover