James Noël: Paons

  • daadgalerie

15.05.2026 / 19:30 – 21:00
Mit James Noel

Das Poesiefestival Berlin 2026 zu Gast in der daadgalerie

James Noël, geboren 1978 in Hinche (Haiti), zählt zu den bedeutendsten poetischen Stimmen seines Landes. Er veröffentlichte über zehn Bücher in kreolischer und französischer Sprache, darunter Poèmes à double tranchant (2005), Le sang visible du vitrier (2009) und Le pyromane adolescent (2013).

Auf Deutsch liegen bislang zwei Werke vor, beide übersetzt von Rike Bolte: der Roman Belle Merveille (Was für ein Wunder, Litradukt 2020), ausgezeichnet mit dem Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt, sowie der Gedichtband Die größte Raubkatze / Le plus grand des félines (2018).

Für das Poesiefestival Berlin hat Rike Bolte nun Gedichte aus Noëls neuem Band Paons (dt. Pfauen) übertragen. Darin steht Port-au-Prince im Zentrum – eine von Gewalt gezeichnete Stadt, die zugleich von Sehnsucht, Widersprüchen und einer eigentümlichen, musikalischen Bewegung durchzogen ist. Noëls Lyrik lebt von solchen Gegensätzen und von einer eindringlichen Klangstruktur, die auch aus seiner Tätigkeit als Musiker erwächst. Trotz der Schwere seiner Themen bewahren seine Gedichte einen Blick für das Wunderbare – selbst in einer „Impasse beauté“, einer Sackgasse unendlicher Schönheit.

An diesem Abend liest James Noël aus Paons und spricht mit Cornelius Wüllenkemper über sein Schreiben.

Die Veranstaltung wird französisch-deutsch gedolmetscht.
Mit freundlicher Unterstützung von ECHOO Konferenzdolmetschen.

Eine Veranstaltung des Poesiefestival Berlin 2026

daadgalerie
Oranienstraße 161
Berlin-Kreuzberg

Eintritt frei

Foto: Diana Pfammatter

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