Jahrbuch 2021

Das Jahrbuch 2021 ist jetzt online verfügbar.

„Vor dem Horizont der multiplen Krisen wird die Zeit im Rahmen eines Residenzprogrammes umso wertvoller. Dem Suchen nach dem eigenen Rhythmus, dem Ringen um das richtige Wort, dem Arbeiten am präzisen Bild, dem Hinterfragen von Gegebenheiten, dem Handwerk der künstlerischen Produktion fügt sich eine neue Qualität an: Jeder Klang, jede Zeile, jede Geste nimmt eine Begegnung mit dem Publikum vorweg. Während der Pandemiezeit in Berlin haben unsere Fellows neue Romane, Drehbücher und Kompositionen verfasst, Publikationen gestaltet, Ausstellungen und Soundprojekte entworfen.“ Silvia Fehrmann, Leiterin des Berliner Künstlerprogramms

Das Team des Berliner Künstlerprogramms lädt Sie dazu ein, auf den 128 Seiten des Jahrbuchs dieses sowohl schwierige als auch inspirierende Jahr 2021 Revue passieren zu lassen.

Wir danken allen Freunden, Fellows und Kooperationspartnern, allen Förderern und Unterstützern – und freuen uns auf ein Wiedersehen in 2022!

Launch des Digitalen Archivs / Publikationen

Das Digitale Archiv des Berliner Künstlerprogramms des DAAD ist mit einer ersten Auswahl digitalisierter Publikationen online. Das Digitale Archiv umfasst eine Auswahl historischer Dokumente aus den analogen Archivbeständen des Programms, die seit seiner Entstehung bis heute angewachsen sind. Die Erschließung und Digitalisierung des Archivs ist in chronologischen Etappen geplant und im ersten Schritt für den Zeitraum seit der Gründung 1963 bis 1978, dem Jahr der Eröffnung der daadgalerie, erfolgt. Nach dem Launch wird sukzessive weiteres Material zur Programmgeschichte und Akten von Fellows und zu Projekten zugänglich gemacht.

Das Digitale Archiv soll als Impuls für eine tiefere Auseinandersetzung dienen und neue Zugänge und erweiterte Informationen zu verschiedenen Zusammenhängen in Verbindung mit dem Programm liefern.

Die Erschließung und Digitalisierung der Bestände des Archivs des BKP wurde durch die Förderrichtlinie der Senatsverwaltung für Kultur und Europa zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin und das Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin (digiS) ermöglicht.

Internationaler Hilfsfonds 2021

Berliner Künstlerprogramm des DAAD fördert zwölf Kulturprojekte im Ausland

Auf Initiative des Goethe-Instituts und des Auswärtigen Amts wurde 2020 mit mehreren Partnern der Internationale Hilfsfonds für Organisationen in Kultur und Bildung eingerichtet, um Kultur- und Bildungsorganisationen im Ausland im Umgang mit den Auswirkungen der Pandemie zu unterstützen. Aufgrund der sichtbaren Wirksamkeit und der anhaltenden Dringlichkeit haben die Partner beschlossen, den Internationalen Hilfsfonds 2021 erneut aufzulegen und die Fördersumme sowie den Förderzeitraum auszubauen. Von September 2021 bis Februar 2022 werden nun Mittel in Höhe von rund sechs Millionen Euro an ausgewählte Kultur- und Bildungsorganisationen in 59 Ländern ausgeschüttet. Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD beteiligt sich 2021 erneut an diesem Konsortium und fördert mit einer eigenen Programmlinie zwölf Kulturprojekte, die unter 27 eingereichten Projektvorhaben ausgewählt wurden.

Dank dieses Förderprogramms können zwölf Organisationen zwischen September und Dezember 2021 Projekte mit einem Fokus auf Weiterbildung von Kulturschaffenden, Arbeit an Archiven sowie Ausrichtung von Stipendienprogrammen in den Sparten Literatur, Film und Bildende Künste umsetzen. Darunter sind auch Zweitgeförderte, die bereits in der ersten Auflage des Hilfsfonds unterstützt wurden.

Die geförderten Organisationen zeichnen sich durch eine teils langjährige Zusammenarbeit mit ehemaligen StipendiatInnen des Berliner Künstlerprogramms aus. In ihrer Arbeit vor Ort werden sie mit 252.000 Euro aus Mitteln des Auswärtigen Amtes unterstützt.

Abuja Literary Society, Abuja, Nigeria:ALITFEST” – Abuja Literary and Arts Festival

Beirut DC, Libanon: “Maskoon Fantastic Lab“, Fortbildung für Filmschaffende

Asociación Cultural Bisagra, Peru: “Commoning Future”: Diskursplattform für Kulturschaffende

Archivo de la Memoria Trans, Buenos Aires, Argentinien: Archiv für Transgender-Geschichte

Fold Media Collective Initiatives, Colombo, Sri Lanka: „Colomboscope“, Festival für zeitgenössische Kunst

Les Archives Bouanani, Rabat, Marokko: Inventarisierung der Archive des Regisseurs Ahmed Bouanani

Malaysia Design Archive, Kuala Lumpur, Malaysia: Archiv für visuelle Kultur Malaysias

Más Arte Más Acción, Nuquí, Chocó, Kolumbien: “Reactivating the Territory for Coexistence”

Savannah Centre for Contemporary Art, Tamale, Ghana: “Tech Class”

SOMA, Mexiko-Stadt, Mexiko: Stipendienprogramm für Kunstschaffende

Studio Klampisan, Banyuwangi, Indonesien: „Mama’s Imagination Kitchen“: künstlerische Recherche, Vorträge, Videos

Fundación TEOR/éTica, San José, Costa Rica; Stipendien für zentralamerikanische Kulturschaffende

Die geförderten Organisationen zeichnen sich durch eine teils langjährige Zusammenarbeit mit ehemaligen StipendiatInnen des Berliner Künstlerprogramms aus. In ihrer Arbeit vor Ort werden sie mit 252.000 Euro aus Mitteln des Auswärtigen Amtes unterstützt.

Hintergrund:
Der Internationale Hilfsfonds für Organisationen in Kultur und Bildung wurde 2020 auf Initiative des Auswärtigen Amts und des Goethe-Instituts zusammen mit weiteren Partnern eingerichtet, um Kultur- und Bildungsorganisationen im Ausland im Umgang mit den Auswirkungen der Pandemie zu unterstützen. Das Auswärtige Amt stellte die Grundfinanzierung von drei Millionen Euro, die 2021 auf rund sechs Millionen Euro erhöht wurde. Die Gesamtkoordination und die Weiterleitung der Fördermittel liegt beim Goethe-Institut. Kulturorganisationen und private Stiftungen aus Deutschland haben ebenfalls Mittel zur Verfügung gestellt oder beteiligen sich mit eigenen Projektförderungen, darunter das Berliner Künstlerprogramm des DAAD, die Deutsche UNESCO-Kommission, die S. Fischer Stiftung, die Robert Bosch Stiftung und die Siemens Stiftung. www.goethe.de/hilfsfonds

Bundesverdienstkreuz für Swetlana Alexijewitsch

Im Rahmen des 80. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion verlieh Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 15. Juni in Schloss Bellevue der belarussischen Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Besonders in ihren Werken „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“ und „Die letzten Zeugen“ zeichnet sie eindrücklich die Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges und das Leid der Zivilbevölkerung nach.
Swetlana Alexijewitsch ist Fellow der Martin Roth-Initiative beim Berliner Künstlerprogramm des DAAD.

Offene Türen in der daadgalerie

Ab heute können Sie die daadgalerie wieder ohne Test und Terminbuchung besuchen. Die aktuelle Ausstellung – eine immersive Klang- und Videoinstallation von Matana Roberts – läuft noch bis zum 27. Juni. Der Eintritt ist frei! Mehr Informationen zur Arbeit finden Sie hier.

Video WE HOLD THESE TRUTHS jetzt online

Die Videodokumentation von Matana Roberts immersiver Klang- und Videoinstallation „We Hold These Truths“ ist jetzt online! Nach einer gelungenen Eröffnung musste die Ausstellung wegen der Bundesnotbremse leider vorerst wieder schließen. Das Video bietet solange einen Einblick in die Arbeit. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen in der daadgalerie!

Videoaufzeichnungen von Emre Dündars Portraitkonzert jetzt online

Radiokonzert mit Werken von Emre Dündar jetzt online anschauen!

Récit ductile (2017-2019) 16‘
für Klarinette und Streichquartett

Vagabond III (2020) 10‘
für Flöte, Akkordeon und Violoncello

Parergon zu »De vulgari eloquentia« (2017/2020)
für Sprecher, Kontrabassklarinette, Keyboard und Elektronik
Uraufführung

Soirée gothique (2018) 25’
für Sopran und Ensemble
auf Gedichte von Emily Dickinson

Live aufgenommen beim Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik am 23. Januar 2021 mit dem Ensemble KNM Berlin und Gästen.

Kamera+Schnitt: Eunice Maurice + Ursula Böckler

Die Verbindung von Sprache und Musik – das ist das zentrale Thema im Schaffen des türkischen Komponisten Emre Dündar. Er sammelt seit vielen Jahren klingende Erinnerungen, Sprachaufnahmen, Laute, phonetische Besonderheiten und Melodien der unzähligen Dialekte und zum Teil aussterbenden Sprachen in der Türkei, die er dann in seiner Musik weiterverarbeitet.

In einem Portraitkonzert in Kooperation mit dem Berliner Künstlerprogramm beim ultraschall Festival wurde eine Auswahl seiner Werke erstmals dem Berliner Publikum vorgestellt. Das Ensemble KNM bestritt unter der Leitung von Titus Engel sowie mit den Solisten Theo Nabicht (Bassklarinette) und Eva Resch (Sopran) dieses Kammerkonzert.
Für das Stück Parergon to de Vulgari Eloquentia stand Emre Dündar sogar selbst auf der Bühne und performte.

Informationen zum Konzert sind hier zu finden.

Emre Dündar war 2020-21 Fellow der Sparte Musik beim Berliner Künstlerprogramm des DAAD.

Jetzt online hören: Portraitkonzert Emre Dündar

Portrait Emre Dündar auf Deutschlandfunk Kultur, Hörspielmagazin