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in Zusammenarbeit mit MaerzMusik-
Festival für aktuelle Musik Berlin
20.-29.3.09
www.maerzmusik.de
11.00 Uhr | Jüdisches Museum | Glashof

DMITRI KOURLIANDSKI & STRUCTURAL RESISTANCE GROUP

PORTRAIT I


Vadim Karassikov
in the flame of the dream Fassungen für Akkordeon, Violine und Violoncello (2008) UA
Sergej Newski
Blindenalphabet für Bassklarinette, Akkordeon, Violoncello und Schlagzeug (2007)
Valery Voronov
Annäherung für Violine und Violoncello (2008) UA
Dmitri Kourliandski
Broken memory für Klavier, Violine und Violoncello (2005) DE
Alexei Sioumak
cl.air und Polka für Violine, Violoncello, Klarinette und Klavier (1999/2002) DE

Moscow Contemporary Music Ensemble


12.30 Uhr | Jüdisches Museum | Glashof

GESPRÄCH


Zur Lage der neuen Musik in Russland und angrenzenden Ländern
mit Dmitri Kourliandski, Sergej Newski, Boris Filanovsky, Natalia Pschenitschkova, Tatjana Frumkis
Tatjana Rexroth, Moderation


16.00 Uhr | Jüdisches Museum | Glashof

KAIROS QUARTETT | RECITAL


Morton Feldman
Structures (1951)
Erhard Grosskopf
Streichtrio op. 58 (2003)
Dmitri Kourliandski
Night-turn (2004) UA
Ben Johnston
Streichquartett Nr. 5 (1979) DE
Awet Terterian
Streichquartett Nr. 2 (1991)

Kairos Quartett Berlin

In einer überaus interessanten Gegenüberstellung spielt das Kairos Quartett Streichquartette der Amerikanischen Avantgarde, der jüngsten russischen Generation, des Armeniers Awet Terterian sowie ein Streichtrio des Berliner Komponisten Erhard Grosskopf. Structures (1951) ist das erste der vier Streichquartette Morton Feldmans und gehört zu seinen frühen Kompositionen, bei denen er eine graphische Vorlage benutzt. Es ist eine Miniatur von punktuellen musikalischen Ereignissen und Pattern, die an die Bilder des Abstrakten Expressionismus und der New York School erinnern.

Ben Johnston, wie Morton Feldman 1926 geboren, unter dem Eindruck von John Cage und Harry Partch, erfand bei seiner Suche nach einer eigenen Position innerhalb der gegensätzlichen Strömungen der Musik des 20. Jahrhunderts ein ganz eigenes System, komplexe serielle Strukturen, mikrotonalen Kontrapunkt und eine erweiterte reine Stimmung zu organisieren. In einer Deutschen Erstaufführung hören wir das Streichquartett Nr. 5 (1979) von Ben Johnston, der zu den vielseitigsten und interessantesten, jedoch in Deutschland bisher noch wenig beachteten Komponisten zählt. Ein Komponist derselben Generation ist der Armenier Awet Terterian. Er wäre in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden. Sein kompositorisches Schaffen ist zutiefst verbunden mit der Tradition seines kaukasischen Volkes. Archaische Klänge konfrontiert er mit avancierten Kompositionsmethoden der Aleatorik oder Clusterbildung, wobei er sich immer wieder auf die dem Klang folgende Stille konzentriert, auf den „unendlichen“ Ton.

Eine ganz eigene Musiksprache entwickelte auch Erhard Grosskopf, der im März diesen Jahres seinen 75. Geburtstag feiert. Zeitprozesse aus Zahlenproportionen und harmonische Konstellationen, die durch Tendenz und Zufall beeinflusst werden, sind wesentliche Elemente seiner originären Musik. In ihrer vielschichtigen, recht abstrakten Struktur bleibt sie schlicht, erscheint empfindsam und poetisch, wie äußerst spannend. Durch das Kairos Quartett uraufgeführt wird schließlich das Streichquartett Night-turn des jungen Moskauers Dmitri Kourliandski, derzeit Stipendiat des Berliner Künstlerprogramms des DAADs und porträtiert durch weitere Konzerte der diesjährigen MaerzMusik.


19.00 Uhr | Jüdisches Museum | Glashof

DMITRI KOURLIANDSKI & STRUCTURAL RESISTANCE GROUP

PORTRAIT II


Dmitri Kourliandski
Innermost man für Stimme und Ensemble (2002)
Alexei Sioumak
????? [nrzbr] für Ensemble (2007) DE
Anton Safronov
Papageno (…Last temptation) für Ensemble (2006/09) UA der Neufassung
Sergej Newski
Alles für Stimme und Ensemble (2008) DE/AW Auftragswerk Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung
Boris Filanovsky
????? – hmlss – bdchls für Stimme, Akkordeon und Streichtrio (2006) DE
Dmitri Kourliandski
Engramma für Stimme und Ensemble (2009) UA/AW DAAD und MaerzMusik | Berliner Festspiele

Moscow Contemporary Music Ensemble
Fedor Lednev, Leitung
Natalia Pschenitschnikova / Jakob Diehl / Boris Filanovsky, Stimme


Im Mittelpunkt der Porträtkonzerte im Glashof des Jüdischen Museums stehen Werke des Moskauer Komponisten Dmitri Kourliandski im Spiegel von Werken der Gruppe StRes und des jungen russischen Komponisten Vadim Karassikov.

Dmitri Kourliandski, geboren 1976, ist derzeit Stipendiat des Berliner Künstlerprogramms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Gemeinsam mit fünf russischen Komponisten seiner Generation, Boris Filanovsky (St. Petersburg), Sergej Newski (Berlin/Moskau), Anton Safronov (Moskau), Alexei Sioumak (Moskau) und Valery Voronov (Köln/Minsk), gründete er 2005 die Structural Resistance Group StRes. Die Idee des Zusammenschlusses der sehr unterschiedlichen Künstler lag in der Notwendigkeit begründet, zusammenzuarbeiten, um eine ästhetische Plattform kultureller Kommunikation zu schaffen, um auf die neueste russische Musik aufmerksam zu machen und ihren Standpunkt innerhalb des russischen und internationalen Musiklebens zu verdeutlichen. Sie entwickeln Konzepte und Programme für gemeinsame Konzerte und Veröffentlichungen. Mit dem Moscow Contemporary Music Ensemble arbeiten sie bereits seit 2005 zusammen und gastierten in vielen russischen Städten wie auch in Amsterdam, Eindhoven und Tilburg. Bei MaerzMusik 2009 in Berlin ist die Gruppe StRes nun mit zahlreichen Uraufführungen und Erstaufführungen erstmalig auch in Deutschland zu erleben.


Der Konzerttag im Jüdischen Museum ist eine Koproduktion von MaerzMusik | Berliner Festspiele und Berliner Künstlerprogramm des DAAD. In Zusammenarbeit mit Jüdisches Museum Berlin. MCME mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur der Russischen Föderation

Das komplette Programm von MaerzMusik finden Sie unter:
www.maerzmusik.de

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