Name
Gao Xingjian
Country
China
geb. 1940 in Taizhou/Jiangsu, China,

ist Schriftsteller, Dramaturg, Literaturkritiker und Maler. Bis 1962 studierte er in Peking französische Literatur; im Zuge der Kulturrevolution wurde er zur "Umerziehung" aufs Land geschickt, arbeitete als Landarbeiter und Dorfschullehrer.

1985 war Gao Gast des Berliner Künstlerprogramms.

Ab 1980 erschienen die ersten Schriften von Gao Xingjian. Das vom absurden Theater geprägte Theaterstück "Die Busstation" brachte ihm 1981 den Durchbruch, aber auch das Verbot. Er wurde Ziel einer politischen Kampagne und zog sich aufs Land zurück.

Gao Xingjian gehört zu den "Modernisten", d.h. den Vertreten der chinesischen Literatur, deren Ästhetik von der französischen Moderne (Beckett, Ionesco) beeinflusst ist.

1987 verlies Gao China endgültig und lebt seither in Paris. Nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens trat er 1989 aus der Partei aus, seine Schriften wurden in China endgültig verboten. 1998 wurde Gao französischer Staatsbürger.

Er ist Träger des Chevalier de l´Ordre des Arts et des Lettres (1992).

2000 wurde er mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet.

Foto: Ekko von Schwichow