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Stimmen einer südafrikanischen Dichtergeneration

Moderation: Susanne Stemmler
2013 erschien im Verlag Das Wunderhorn die Anthologie »Ankunft eines weiteren Tages« mit Gedichten von Phillippa Yaa de Villiers, Charl-Pierre Naudé, Gabeba Baderoon, Vonani Bila, Rustum Kozain und Kgafela oa Magogodi. Es sind Stimmen einer südafrikanischen Dichtergeneration zwischen Aufbruch und Ernüchterung, zwischen Gewinnen und Verlusten. Es sind Texte von Seismographen eines gesellschaftlichen Umbruchs, der Identitäten und Prägungen auf den Kopf stellt. Die Suche nach eigener Identität, das Gefühl von Isolation und Fremdheit, die Intimität des Privaten als Rückzug vor dem Ungefähren eines nur rudimentär ausgehandeltem Gesamten verbinden sich hier mit den großen politischen und gesellschaftlichen Themen Südafrikas: Besitz und Verlust, Freiheit und Ohnmacht, Gewalt und Glück. Zwei der in der Anthologie versammelten Autoren geben einen Eindruck von der Kraft südafrikanischer Lyrik und ihrem rebellischen Geist in schwierigen Zeiten.

Charl-Pierre Naudé (*1958 Kokstad), BKP-Gast 2014, wartet in seinen Beiträgen mit skurriler Metaphorik auf; seine Gedichte sind kleine Geschichten mit geisterartigen Wendungen mit denen er die afrikanische Kolonialgeschichte thematisiert.

Phillippa Yaa des Villiers (*1966 Johannesburg) schreibt Verse voll rasender Wut, Ironie und Sarkasmus. Aber Yaa de Villiers will Brücken schlagen: »… Ein langer, spitzer Lederschuh, ein Sportschuh, ein Stiletto: nichts/passt zusammen, aber das Ganze wirkt, als liefen Paare die Wand/empor. Geisterfußspuren der lange verstorbenen Besitzer beatmen/die Gegenwart mit ihrem Sauerstoff…« (»Gnade: Drei Gedichte«).

In Kooperation mit der Literaturwerkstatt Berlin.

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