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Ein großer Antjie-Krog-Abend mit der Dichterin Antjie Krog, der Afro-Soul-Sängerin Nomfusi und dem Vokalisten Christian Kesten
Antjie Krog (BKP-Gast 2013) gilt in ihrer Heimat als „das Gewissen des weißen Südafrikas“ (Christina Stucky). Mit ihren Büchern hat sie den Wandel ihres Landes vom Apartheid-Regime zur Demokratie über Jahrzehnte unerschrocken begleitet. Viel zu wenig wurde hierzulande dagegen wahrgenommen, dass Antjie Krog zuallererst eine beeindruckende Dichterin ist. Zwölf Gedichtbände hat sie bis dato vorgelegt, getragen von Zorn und Zärtlichkeit. Wie aber schreiben in einer Sprache – Afrikaans –, die als Instrument der Herrschaft benutzt worden ist? Inspiriert von den Gedichten Paul Celans, fand Antjie Krog in jüngster Zeit einen eigenen Weg, die „verhärteten Muskeln“ des Afrikaans neu zu dehnen: ihm etwas vom Rhythmus und Klang der oralen Traditionen der südafrikanischen Erstbewohner einzuhauchen und es sprachlich zu öffnen für die Ein-Vielheit der afrikanischen Vorstellung eines pluralen, die Gemeinschaft mitdenkenden Ichs.

Zur Premiere von Antjie Krogs erstem deutschen Gedichtband „Körper, beraubt“, der im November 2014 als Band Nr. 26 in der „Spurensicherungs“-Reihe des Berliner Künstlerprogramms des DAAD im Verlag Matthes & Seitz Berlin erscheint (Deutsch von Barbara Jung), veranstaltet das Berliner Künstlerprogramm in Zusammenarbeit mit HAU Hebbel am Ufer einen großen Antjie-Krog-Abend, der das Interesse der Dichterin an den mündlichen Performance-Traditionen ihres Landes ins Zentrum rückt.

Im eigens für diesen Abend gestalteten Programm treten in neuer Formation auf:
Die 36-jährige preisgekrönte Afro-Soul-Sängerin Nomfusi aus Johannesburg, die mit ihren zeitgenössischen isiXhosa-Songs ein neues schwarzes Selbstbewusstsein verkörpert.

Antjie Krog, die aus „Körper, beraubt“ liest.

Und der Vokalist Christian Kesten, der gemeinsam mit Antjie Krog weitere Grenzgänge zwischen Sprache und Klang unternimmt und Erzählungen der ausgestorbenen /Xam zu neuem Leben erweckt.

Mit Katharina Narbutovič spricht Antjie Krog über ihr Verhältnis zu den Sprachen und Stimmen Südafrikas.

HAU 1, Stresemannstraße 29, 10963 Berlin Kreuzberg. Eintritt: 13,-- / 8,--

Eine Veranstaltung des Berliner Künstlerprogramms des DAAD in Zusammenarbeit mit HAU Hebbel am Ufer. Mit Unterstützung von Matthes & Seitz Berlin sowie der Südafrikanischen Botschaft.

www.berliner-kuenstlerprogramm.de

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