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Videoprogramm – zusammengestellt und bearbeitet von James Richards
Mercy Mercy Mercy – Stuart Baker, 1988
Arcanum – Stuart Marshall, 1977
Amami Se Vuoi – Michael Curran, 1994
The Love Show. Part One – Stuart Marshall, 1980
Untitled (Chat Show Faces) – Chris Saunders, 1993
Onomato – Hank Linhart, 1979
Shake Daddy Shake – Julia Heyward, 1976
Still Life Animation – Stuart Marshall, 1977
The Waltons – Anne McGuire, 1996

James Richards bedient sich für seine Videofilme bei den im Überfluss vorhandenen Quellen, die er im Internet findet oder auch auf gebrauchten VHS Kassetten aus Ramschkörben, Flohmärkten und Haushaltsauflösungen. Seine auf diese Weise zusammengetragene Sammlung an disparatem Videomaterial reicht von Spielfilmen, YouTube-Clips und obskuren B-Movies, zu anderen unerwarteten Motiven. Richards Videocollagen verweigern sich konventionellen Mustern von Vollständigkeit oder Linearität und verlassen sich auf den emotionalen Sog der Suggestivkraft, der sich in der Kombination von Bildern, Musik und Sprache entfaltet.

Mercy Mercy Mercy ist keine Arbeit von James Richards, sondern ein von ihm zusammengestelltes und bearbeitetes Videoprogramm mit Werken von britischen Pionieren der Videokunst. Parallel zu der Arbeit an seinen eigenen Filmen nutzt Richards die Zusammenarbeit mit Künstlerkollegen, die Auseinandersetzung mit der aktuellen Kunst und der jüngeren Kunstgeschichte und das Kuratieren von Filmprogrammen und Ausstellungen (zuletzt die Ausstellung „Alms for the Birds“, 2014, Cabinet Gallery, London) als Inspirationsquelle. Seine vielseitigen Aktivitäten werden so zum wesentlichen Teil seines Arbeits- und Rechercheprozesses.

Im Zentrum des Programms Mercy Mercy Mercy stehen frühe Videos des britischen Filme- und Videomachers, Filmkurators und Autors Stuart Marshall (1949-93). Marshall hat sich in seinen Texten und Videos insbesondere mit der Rolle und den Möglichkeiten der Videokunst als alternativem Medium im Verhältnis zum Fernsehen und anderen vorherrschenden Medien auseinandergesetzt. Zusammen mit zwei Filmen von Marshall präsentiert Richards Videos und Videoausschnitte von Julia Heyward, Stuart Baker, Anne McGuire, Michael Curran, Hank Linhart und Chris Saunders.

James Richards (*1983, Cardiff, UK) lebt und arbeitet in London und Berlin. Jüngste Einzelausstellung (Auswahl): Magician, Beijing, Cabinet, London ( beide 2014) Rodeo, Istanbul, Turkey (2013); Center for Contemporary Art, Kitakyushu, Japan (2012); Chisenhale Gallery, London (2011) und Art Now: Clunie Reid and James Richards, Tate Britain (2010). Jüngste Gruppenausstellungen (Auswahl): The Encyclopaedic Palace, 55th International Art Exhibition, Venice (2013); Otherwise Unexplained Fires, Malmo Konsthall, Malmö, Sweden (2013); Frozen Lakes, Artist Space, New York, USA (2013) and Speculations On Anonymous Materials, Fridericianum, Kassel (2013) and Burning Down The House 10th Gwangju Biennial (2014). 2012 wurde Richards mit dem Jarman Award ausgezeichnet und 2014/15 mit dem ars-viva-Preis. Außerdem ist Richards für den britischen Turner Prize 2014 nominiert. 2013 war James Richards Gast des Berliner Künstlerprogramm/ DAAD.

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