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Montag-Samstag 11-18 h
Mit Of All People präsentiert die daadgalerie Sheela Gowdas erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland. Die indische Künstlerin ist überwiegend für ihre bildhauerische Arbeit bekannt, in der sie mittels traditioneller und modernistischer Formen und Verfahren auf lokale und politische Kontexte anspielt. Gowdas Arbeit wurde in den vergangenen Jahren in zahlreichen umfassenden Ausstellungen in Europa vorgestellt. Ihre Arbeit „And…“, eine Installation aus meterlangen, mit kumkum* rot eingefärbten Kordeln, wurde zu einem Schlüsselwerk der documenta 12 (2007).

Zunächst wurde Sheela Gowda in den achtziger Jahren durch ihre figürliche Malerei bekannt. Darauf folgte eine Phase der zunehmenden Abstraktion in ihren Installationen und skulpturalen Arbeiten, in denen die Materialität eine zentrale Rolle spielt. Sowohl soziopolitische als auch psychologische Aspekte kommen darin zum Ausdruck und spiegeln ihre Vertrautheit, gleichermaßen mit der indischen wie der westlichen Kultur. In der Ausstellung Of All People werden einige Leitmotive und künstlerische Strategien aufgegriffen, die ihre Arbeit seit langem prägen: die Verwendung gefundener Materialien und die damit verbundene Recherche sowie die Schnittstelle zwischen Repräsentation und Abstraktion, die sich aus der bildnerischen Umformung dieser Materialien ergibt.

Of All People (2011) ist der Titel einer raumgreifenden Installation, die neben Türfragmenten aus einfachen indischen Häusern und einem umgedrehten Tisch auch tausende kleiner hölzerner Votivfiguren umfasst. Diese Figürchen werden von Kunsthandwerkern in Indien in großer Menge produziert und bevölkern hier eine farbintensive Landschaft aus architektonischen Versatzstücken. Die Arbeit Stock im zweiten Ausstellungsraum besteht aus Pappkartons, in denen aus Kuhdung geformte Kugeln lagern, in deren Oberfläche die Künstlerin grobe Markierungen geritzt hat, welche als stark abstrahierte Gesichtszüge gelesen werden können. Dieses organische Material findet in Indien vielfache Verwendung, als Brennstoff, Bodenbelag aber auch in Ritualen.

Sheela Gowda, geboren 1957 im indischen Bhadravati / Karnataka, lebt und arbeitet in Bangalore. Sie war 2013 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und hatte zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen in internationalen Institutionen, u.a.

10th Gwangju Biennial 2014, Gwangju; 31st Sao Paulo Bienal 2014 (upcoming); Open Eye Policy (Van Abbe Museum, Eindhoven / Lunds Konsthall 2013, CIAP Ile de Vassivière / IMMA, Dublin 2014); Textiles: Open Letter, Museum Abteiberg, Mönchengladbach, Germany, 2013; India: Art now, Arken Museum, Ishoj/Kopenhagen 2012; Kochi Muziris Biennale, India 2012; Busan Biennial, South Korea 2012; Singapore Biennial 2011; Therein & Besides, inIVA, London 2011; Postulates of Contiguity, OCA, Oslo 2010; 53rd Biennale di Venezia 2009; Indian Highway, Serpentine Gallery London 2009; Sharjah Biennial 9, UAE 2009; Santhal Family: Positions Around an Indian Sculpture, Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen, Belgium 2008; India Moderna, IVAM Museum, Valencia, Spain 2008; Documenta 12, Kassel 2007


*Kumkum ist ein Pulver von kräftigroter Farbe, traditionell hergestellt aus der Kurkumawurzel oder aus Safran. Es wird in Indien bei verschiedenen Ritualen benutzt und als Reinigungsritus auf die Stirn aufgetragen.

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