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Eugene Ostashevsky und Uljana Wolf in Lesung und Gespräch

Moderation: Katharina Narbutovi?
Eugene Ostashevsky und Uljana Wolf sind „gap gardener“ (um ein Wort Rosemarie Waldrops zu verwenden), zu Hause im Dazwischen der Sprachen. Aufgewachsen mit dem Russischen der sowjetischen Kindheit und dem amerikanischen Englisch seit der Emigration seiner Familie nach New York, weiß Eugene Ostashevsky nur zu gut um die Möglichkeiten und Unzulänglichkeiten von Sprache und hat ein feines Gespür für die aberwitzige Tatsache linguistischer Inkommensurabilität entwickelt, die zum grundlegenden Impetus seiner auf Wortspielereien basierenden Gedichte wird. Rhythmus und Reim stehen im Vordergrund einer teils dadaistisch anmutenden Lautmalerei, auch in seinem jüngsten Zyklus „Der Pirat, der von Pi den Wert nicht kennt“, doch unterhalb der spielerischen Oberfläche schimmert stets seine tiefer gehende Reflexion über das Wesen kultureller Zugehörigkeit auf. Uljana Wolf, beheimatet in Berlin und Brooklyn, sieht wie ihr amerikanischer Dichterkollege die Welt und die Sprache „doppelt“ – und wer „doppelt sieht, dem zeigt auch das Ich sich gespalten“ (Michaela Schmitz). Identität und Sprache sind zentrale Felder, mit denen Uljana Wolf sich in ihrer Arbeit auseinandersetzt, etwa in ihrem Gedichtband „falsche freunde“ (2009), in dem sie sich mit Bedeutungsverschiebungen orthographisch oder phonetisch ähnlicher Worte im Deutschen und Englischen beschäftigt, oder in ihrem jüngsten Band „meine schönste lengevich“ (2013), in dem nun noch die Auslotung der politischen Dimensionen des Sprechens hinzukommt.

Foto: Krzysztof Zielinski

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