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Raj Kamal Jha und Ilija Trojanow im Gespräch über ein in Veränderung begriffenes Land

Moderation: Claudia Kramatschek
Indien ist ein von starken Veränderungen geprägtes Land. Auf der einen Seite die schillernde Finanzwelt Mumbais, die boomende IT-Branche Bangalores, die Fetischisierung von Wandel und Dynamik, auf der anderen Seite Instabilität, massive Armut, Ausverkauf der Ressourcen, das explosive Gemisch der Ethnien und Religionen, das Aufeinanderprallen von Moderne und archaischen Traditionen. Und mitten darin die überaus vielfältige zeitgenössische indische Kultur mit ihren Bollywood-Filmen und Graphic Novels, mit literarischen Ikonen wie Salman Rushdie, Arundathi Roy oder Kiran Nagakar, mit bildenden Künstlern wie Bani Abidi, N S Harsha oder Sheela Gowda. Einer, der wie kaum ein anderer die indische Lebenswirklichkeit in ihrer ganzen Bandbreite kennt, ist der Romancier und leitende Redakteur des Indian Express in Neu-Delhi Raj Kamal Jha, von dem in deutscher Übersetzung bislang die Romane „Das blaue Tuch“ (2000), „Wenn du dich fürchtest vor dem Fall“ (2005) und „Die durchs Feuer gehen“ (2006) erschienen sind. Raj Kamal Jha sieht sich als Grenzgänger zwischen der Welt der Fakten – die seinen journalistischen Alltag bestimmen – und der Welt der Fiktion – der er seine Nächte widmet: „Für mich existieren meine Romane Tür an Tür mit meiner Zeitung. Sie sind Nachbarn, zwischen ihnen herrscht ein reger Austausch.“ Hierzulande besonders früh auf ihn aufmerksam geworden ist Ilija Trojanow, der bereits 2000 gemeinsam mit Raj Kamal Jha in München auftrat und über ihn schrieb: „Jhas große Stärke ist die Miniatur, die kleinen, fein gearbeiteten Schmuckstücke, die jedem Juwelier zu Ehre gereichen würden.“ Auch Ilija Trojanow ist mit der indischen Lebenswirklichkeit bestens vertraut. Fast sechs Jahre hat er in Mumbai gelebt und sich mehrfach literarisch mit dem uns noch immer fremden Land auseinandergesetzt – nicht nur in seinem Roman „Der Weltensammler“ (2006), der Ilija Trojanow international bekannt gemacht hat, sondern auch in dem Bericht über seine Reise entlang des Ganges „An den inneren Ufern Indiens“ (2003), seiner „Gebrauchsanweisung für Indien“ (2006) oder auch zuletzt in seinem Porträt von Kalkuttas College Street „Stadt der Bücher“ (2012).


Eintritt frei

Foto: Krzysztof Zielinski

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