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Da nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen vorhanden ist, bitten wir um verbindliche vorherige Anmeldung unter: 030-20220822
„Darf ich fragen, wo der Staat anfängt? Und wo hört er auf? Welches Geheimnis verbirgt sich hinter Leben und Sterben, Aufstieg und Untergang? Konspiration ist die Grundlage des Regierens, monströse Lügen werden in die Gebetsbücher hineingeschrieben, die man täglich laut von den Kindern vorlesen lässt. Wer ist das, der Lumpenfürst? Wer ist der kleine Clown, der auf Erden herrscht? Darf ich fragen, wann wir uns angewöhnt haben, vor dem Fernseher zu sitzen und gelassen Entführungen, Morde, Schmuggel, Hunger und Präsidentenansprachen zu bewundern?“

Liao Yiwu ist nicht nur der unbeirrbarere Chronist der politischen Unterdrückung seines Landes. Er ist auch und vor allem ein sprachmächtiger Dichter. In 37 „Fragen an den Himmel“, die im Winter 2010 in Lettre International Nr. 91 (aus dem Chinesischen von Karin Betz) auf Deutsch erschienen, formuliert er seine Antwort auf die berühmten Klagelieder des Dichters Qu Yuan (ca. 340-278 v. Chr.) – und zugleich die Essenz seines Denkens: Seinen Zweifel nicht nur an der staatlichen Ordnung seines Landes, sondern an tradierten Ordnungen überhaupt. Sein Aufbegehren wider Unrecht und Lüge. Und sein Erschrecken über die ethische Leere unserer Tage. Diese drei, sie bilden die Eckpfeiler seines mutigen Handelns.

In Zusammenarbeit mit der Pan Am Lounge

Eintritt frei

Da nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen vorhanden ist, bitten wir um verbindliche vorherige Anmeldung unter: 030-20220822

Foto: Ali Ghandtschi

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