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Komponistenporträt Malin Bång
Programm
„purfling“ (2012) für Violine und Elektronik
„hyperoxic“ (2011) für Bassflöte und Klangobjekte

Mit
Karin Hellqvist, Violine
Erik Drescher, Bassflöte
Malin Bång, Elektronik, Klangobjekte
Björn Gottstein, Einführung und Gesprächsleitung

Als sich Malin Bång 2003 an der Gründung eines Ensembles beteiligte, wählte man mit "Curious Chamber Players" einen Namen, der sich in seiner Zweideutigkeit trefflich auf die Musik der schwedischen Komponistin selbst übertragen lässt. Denn Malin Bång lässt in ihrer Musik sowohl die "Neugier" als auch die "Kuriosität" walten. Neugierig ist diese Musik, wenn sie ihrer unmittelbaren Umgebung nachspürt und Situationen aus dem Lebensalltag spiegelt. Kurios sind diese Werke, weil Malin Bång häufig mit ungewöhnlichen Klangerregern arbeitet, mit einem bimmelnden Kerzenspiel, mit einem quietschenden Luftballon oder mit einem Schlagzeuger, den sie dazu auffordert, spontan mit Kreide Wörter an eine Tafel zu schreiben. Gleichwohl geht es Malin Bång nicht einfach um das bloße Zurschaustellen von Kuriositäten, sondern darum, diesen Erfahrungshorizont in ihre Arbeit zu integrieren, die Klangsprache der Avantgarde mit unserem Lebensalltag zu versöhnen.

Malin Bång (geb. 1974 in Göteborg) studierte Komposition an der Musikhochschule Piteå, an der Königlichen Musikakademie Stockholm und an der Universität von Göteborg. Studienaufenthalte führten sie nach Paris, Berlin und Tokyo, Unterricht u.a. bei Gérard Grisey, Chaya Czernowin, Walter Zimmermann und Friedrich Goldmann. Seit 2003 ist sie „Composer in Residence“ bei dem schwedischen Ensemble „Curious Chamber Players“. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter verschiedene Stipendien der schwedischen staatlichen Künstlerförderung und den Kranichsteiner Stipendienpreis des Internationalen Musikinstituts Darmstadt. 2010 führte das „Ensemble Recherche“ ihr Ensemblewerk „epic abrasion“ bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik auf; „turbid motion“ für acht Musiker kam bei den Internationalen Ferienkursen Darmstadt im gleichen Jahr zur Uraufführung. 2012 ist Malin Bång Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.

Ihr Schaffen umfasst Werke für Instrumentalensembles und Orchester, Musiktheater, elektronische Musik und Instrumentalperformances. Ihre Musik beschreibt sie selbst als eine „Erforschung von Bewegung und Energie“. Ihr musikalisches Material definiert sie „anhand seines Reibungsgehalts“, sie verarbeitet es zu einem breiten „Spektrum unvorhersehbarer und kontrastierender Aktionen“ im Bereich vom „gerade noch Hörbaren bis zum Hartnäckig-Harschen“.

Eintritt frei
Berliner Künstlerprogramm des DAAD mit Unterstützung der Schwedischen Botschaft Berlin.


Foto: Annika Falkuggla

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