Abschlussveranstaltung der Valeska-Gert-Gastprofessur

Rekonstruktion ist eine grundlegende Forschungspraxis, die unsere Beziehung zu historischen Ereignissen ebenso reflektiert wie jene zur ‚Geschichte der Aufführung’.
Während die Rekonstruktion dabei wesentlich durch die Suche nach einer vergangenen Wirklichkeit begründet ist, entwickelt der slowenische Performancekünstler Janez Janša unter dem Titel >Performing Document< in seiner Arbeit mit den Studierenden der Tanzwissenschaft Ereignisse, die nicht stattgefunden haben. Dabei werden Quellen wie Photografien, Zeitschriften und Interviews zu Dokumenten einer fingierten Realität. Janez Janša präsentiert Ergebnisse dieser Recherchen am 23. Juni um 19 Uhr im Studiosaal der Akademie der Künste am Hanseatenweg.
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der Akademie der Künste, Berlin.
Zur Person:
Janez Janša studierte Soziologie und Regie an der Universität von Ljubljana und Performance Theorie an der Universität von Antwerpen.
Seine interdisziplinären Performances sind inzwischen auf vielen nationalen und internationalen Festivals gezeigt worden, so z.B. WE ARE ALL MARLENE DIETRICH – Ein Performance für Soldaten in Friedensmissionen oder auch THE MORE OF US THERE ARE, FASTER WE WILL REACH OUR GOAL (with Janša and Janša, 2010). Er kuratiert interdisziplinäre Workshops und ist Initiator der Organisation P.E.A.C.E.: Peacekeepers' entertainment, art and cultural exchange. Janša hat zahlreiche Essays zum zeitgenössischen Theater publiziert, wie u.a. JAN FABRE - La Discipline du chaos, le chaos de la discipline, (Paris 1994). Von 1999 bis 2006 war er Chef-Herausgeber der Zeitschrift für Performing Arts: MASKA, und seit 1999 ist er Direktor von MASKA in Ljubljana, einer non-profit Organisation für Bücher, Theater und Bildung.
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