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mit Mondriaan Kwartett (Amsterdam)
Mayke Nas: Gefährliches Spiel

!!! Teilnahme nur auf Einladung !!!

Mondriaan Kwartet
Jan Erik van Regteren Altena, Violine; Edwin Blankenstijn, Violine; Annette Bergman, Viola; Eduard van Regteren Altena, Violoncello
Und Michiel Commandeur, Violine; Katrien Bos, Kontrabass


Mayke Nas
Dido (2003) für Kontrabass, Stimme und Diaprojektor
Z.O.Z. (bitte wenden) (2002) für 3 Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass
withorwithout (2005-2009) für Streichquartett


In Dido für Kontrabass, Stimme und Dia-Projektor laufen zwei Lebensgeschichten durcheinander. Eine wird gesprochen, die andere wird projiziert. Wie sich die beiden Geschichten zu einander verhalten, erfährt man erst im Laufe der Aufführung.

Wie wunderbar delikat das Zusammenspiel zwischen Musikern in einem kleinen Ensemble sein kann, zeigt sich in dem theatralischen Werk Z.O.Z. (b.w.) für Streichsextett. Fünf Spieler werden während der Aufführung von einem ihrer Kollegen auf eine harte Probe gestellt.

“Wie kann man noch etwas neues machen aus so einem fein geschliffenen Universum wie es die Werke von Anton Webern darstellen?” hat sich der Niederländische Komponist und Kritiker Willem Pijper 1930 gefragt. Das geht einfach nicht, war seine Schlussfolgerung. In withorwithout wagt es Mayke Nas trotzdem, indem sie eine von Weberns Bagatellen, die keine 30 Sekunden dauert, wie einen Rohdiamanten von allen Seiten betrachtet und ein neues Streichquartett von 10 Minuten daraus komponiert.

Mayke Nas
Geboren 1972 in Voorschoten, ist 2011-12 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Ihr künstlerisches Credo formuliert Mayke Nas, die Auftragswerke u.a. für das Nieuw Ensemble, Asko/Schönberg Ensemble, Concertgebouworchester und die Neuen Vocalsolisten Stuttgart geschrieben hat, in zehn knappen „Gründen für das Komponieren“:
1. Zeit strecken
2. Probleme suchen
3. Zahlenfetischismus
4. Irrsinn
5. Versprechungen
6. Zwangsneurose
7. Sex, geistige Getränke und geschmorte Gänseleber
8. zu nichts anderem taugen
9. eine „außergewöhnlich lustige Idee“ haben (frei nach Stockhausen)
10. Schlaflosigkeit.

In ihren Kompositionen verlässt sie häufig den instrumentalen Rahmen und arbeitet auch mit Video, Text und choreographischen Elementen, etwa in I Delayed People's Flights By Walking Slowly In Narrow Hallways (2005) für Slagwerk Den Haag. Der Komposition liegt Peter Handkes Sprechstück Selbstbezichtigung zugrunde, sie wird von vier Spielern auf vier Stühlen und vier live-elektronisch verstärkten Schultafeln aufgeführt.
Informationen: www.maykenas.nl


Mondriaan Kwartet
1982 gegründet, hat sich das Mondriaan Kwartet leidenschaftlich der aktuellen Musik gewidmet. Mehr als hundert neue Werke wurden speziell für das Quartett geschrieben von Komponisten wie Iannis Xenakis, John Cage, Guus Janssen, Henri Brant, Diderik Wagenaar, Luca Francesconi, Takayuki Rai, Neely Bruce und Paul Termos.
Das Mondriaan Kwartet ist gern gesehener Gast bei wichtigen Festivals wie dem Holland Festival, Huddersfield Contemporary Music Festival, der Ars Musica Belgien und prominenten Konzertreihen weltweit.

Mit Heiner Goebbels hat das Quartett 2004 das erfolgreiche Musiktheater Eraritjaritjaka / Museé des phrases – Museum der Sätze – produziert, das bisher über 120 Aufführungen weltweit erfuhr.
Mit der Tanzgruppe ‘Rosas’ von Anne Teresa de Keersemaecker hat das Quartett den Film “Hoppla” (Arcanal CVC EDV98) gedreht, eine Koproduktion von Channel Four, RTBF, NDR Hamburg, NOS Hilversum, Théâtre de la Ville Paris u.a.

22 CDs umfasst die Diskographie des Mondriaan Kwartet, darunter “Cartoon/S&M” (Tzadik 7330) bei John Zorn und “The Girls Collection” (Basta 30-9132-2) bei Chiel Meijering erschienen.
Informationen: www.mondriaan4tet.nl


Michiel Commandeur
1970 in Amsterdam geboren, erhielt seinen ersten Geigenunterricht mit sechs Jahren. 1988 bis 1995 Studium am Sweelinck Conservatorium; Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters, 1997 Gründungsmitglied des Mahler Chamber Orchestra (MCO). Neben seiner Tätigkeit im MCO spielt Michiel Commandeur regelmäßig als Gast in den führenden niederländischen Orchestern sowie dem Asko/Schönberg Ensemble und dem Nieuw Ensemble.
Als Sohn eines Schauspielers und einer Violinistin fühlt sich Michiel Commandeur auch zum Theater hingezogen, was seine Beteiligung an mehreren Musiktheater-Produktionen in Holland nach sich zog.

Katrien Bos
Nach vielen glücklichen Jahren mit ihrer Violine, fand Katrien Bos (geb. 1978) im Alter von 16 Jahren ihre große Liebe: den Kontrabass. Am Rotterdamer Konservatorium studierte sie klassische Musik; daneben galt ihr Interesse dem argentinischen Tango. Sie spielte jahrelang in Bands wie Wè-Nun Henk (Folk), Quinteto Astor (Tango), Rueda Libre (Eigenkompositionen in einer Mischung aus Tango und Jazz), Balacordes (Balfolk) und vielen anderen. Sie komponiert gerne auch eigene Musik, die von europäischem Folkrepertoire, argentinischem Tango und modernen Klangexperimenten inspiriert ist.

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