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Ausstellung / Installation
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Wir erfahren Klang am ganzen Körper, erklärte Yutaka Makino einmal. Das Ohr ist da nur ein Teil des physiologischen Dispositivs, mit dem wir Klang wahrnehmen. In seinen Arbeiten schafft Makino deshalb Situationen, die den Hörer über die bloße Akustik hinaus fordern. Vor allem der Raum ist ein wichtiges Gestaltungsmerkmal. Auch in seiner neuen Arbeit The Conditions of the Process stehen sparsam arrangierte Licht- und Raumeffekte gleichberechtigt neben der akustischen Ausarbeitung des Stückes: Dunkelheit und Stille, Licht und elektronischer Klang.

Mit The Conditions of the Process greift Makino Konzepte auf, die von Künstlern wie Robert Irwin in den Siebzigerjahren entwickelt wurden. In diesen Arbeiten werden Situationen phänomenologisch ausgeleuchtet. Die Grenzen zwischen dem Rahmen, den äußeren Umständen des Werks, und dem Werk selbst sind dabei durchlässig. Der Ausstellungsbesucher, formuliert Makino die zentrale Idee seiner Arbeit, erlebt die Situation nicht gemeinschaftlich, sondern jeweils individuell. Er, Makino, verstärke mithin nicht Gemeinsamkeiten, sondern Unterschiede der Erfahrung. Dabei steht nicht eine spezifische Erfahrung im Mittelpunkt, sondern die Möglichkeit von Erfahrung überhaupt. Der Ausstellungsbesucher selbst ist existenzieller Bestandteil dieser Situation: ohne ihn/sie ist The Conditions of the Process unvollständig.

Text: Björn Gottstein

Yutaka Makino wurde 1976 in Japan geboren. 2010 war er Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Er ist vor allem im Bereich der Computermusik aktiv und arbeitet mit Installationen und Performances, um die unterschiedlichen Dimensionen der menschlichen Wahrnehmung auszuloten. Auf seinen Forschungen über räumliche Wahrnehmung und neue Methoden der Klangsynthese basierend, lassen sich seine Arbeiten von Konzepten der Phänomenologie, der experimentellen Psychologie und von komplexen dynamischen Systemen inspirieren. Makinos jüngste Installationen und Performances sind fließende, im Wandel begriffene Welten, die sich verändernde Methoden der Wahrnehmung erfahrbar zu machen versuchen: von der Wahrnehmung der Umgebung bis hin zur Wahrnehmung des eigenen Körpers.

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