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In Zusammenarbeit mit "based in Berlin"
Mit freundlicher Unterstützung des Institut francais
Cyprien Gaillard’s künstlerische Arbeit verweist auf prekäre urbane Situationen, die die Widersprüche
unserer postindustriellen Gesellschaft architektonisch protokollieren. Bei seiner Erkundung der
Konservierung, Rekonstruktion sowie der Zerstörung von urbanen Landschaften bezieht sich Gaillard auf
Antikes wie Modernes. Häufig arbeitet er dabei mit der Versetzung und Neuverortung von Monumenten und
Symbolen.

Als Projekt des Berliner Künstlerprogramms des DAAD in Zusammenarbeit mit based in Berlin wird ein
monumentales Neon im Stile von 1950er Jahre Bar-Neons auf dem Dach des Hauses der Statistik am
Alexanderplatz installiert, das dort mit der Werbung der Umgebung in Konkurrenz tritt. Neon Indian ist eine
Version des bekannten Logos des US-amerikanischen Baseballteams Cleveland Indians– einer
comicartigen Karikatur eines Indianers bzw. amerikanischen Ureinwohners. Gaillard’s häufige Verwendung dieses Logos in seinem Werk verweist auf die paradoxe Aneignung indianischer Namen für Sportteams und Maskottchen in den USA, ungeachtet der tragischen Vernichtung der Ureinwohner. Gaillard interessiert sich dafür, wie solche altertümlichen Symbole in Marketingstrategien und in der Massenkultur fortleben; wie etwas, das „unzeitgemäß“ ist, weiterexistiert. Gleichermaßen lässt der zum Abriss bereitstehende Plattenbau des Hauses der Statistik die Verfehlungen der Stadtplanung in einem sich ständig ändernden historischen Kontext erkennen. Von seinem Dach aus blickt das deplatzierte „Gesicht von Cleveland“ als stiller Zeuge des Untergangs einer ehemals wohlhabenden Industriemetropole, die heute von den Wunden der Moderne gekennzeichnet ist, ahnungsvoll auf die Skyline Berlins.

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