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István Kemény, Orsolya Kalász und Monika Rinck

Moderation: Cornelia Jentzsch
István Kemény, * 1961 in Budapest, knüpft in seiner Lyrik einen Weltenteppich aus vielerlei Strängen und Motiven: Bei ihm ist die Französische Revolution ebenso gegenwärtig wie die ungarischen Freiheitskämpfe; die Ansprache des geliebten Vaters wechselt sich in seinem Werk mit einem anderen Vaterbild ab, das, halb bedrohlich, halb leutselig, aus dem Schulbuch grüßt; ein Gedicht des ungarischen Nationalhelden Sándor Pet?fi inspiriert ihn zu einer so kurzen wie treffenden Analyse des seelenzersetzenden Spitzelwesens. István Kemény findet für das Private wie für das Politische eindrückliche Bilder und setzt sie so kunstvoll ein, dass komplexe Zusammenhänge ohne Reduktion anschaulich werden. Es sind starke Visionen, die oft beiläufig entworfen werden, verblüffende Einsichten, deren absurder Witz keineswegs über die offenbarten Abgründe hinwegtäuscht.

Mit István Kemény im Terzett lesen Orsolya Kalász, die als Lyrikerin und Übersetzerin in Berlin und Budapest lebt und u. a. gemeinsam mit Gerhard Falkner den Band „Budapester Szenen“ herausgegeben hat, und Monika Rinck, die sich in ihrer vielbeachteten literarischen Arbeit immer wieder bewusst in ein Spannungsverhältnis von medientechnischen, philosophischen und lyrischen Inspirationen verwickelt, in dem es überraschende Lösungen zu finden gilt – beide haben sie Keménys Lyrik übersetzt und für den Abend eigens neue Gedichte von ihm übertragen.

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