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Festival Inventionen 2010. Akusmatische Konzerte mit dem BEAST Lautsprecherorchester
Programm

19 h BEASTory 3

Scott Wilson Böse 2010 | UA
Rolf Enström Dagbrott 1983
Constantinos Kontos The Passage 2010 | UA
Lucia Ronchetti Interlude 2 2008–09
für Xylocopa Violacea
Eric Bumstead BlckWnd 2009
Francis Dhomont Le travail du rêve 2009–10

21 h BEASTory 4

Pippa Murphy Caspian Retreat 2003
Suk-Jun Kim Painting Nahhamu 2010
Helena Gough Tephra 2010
Julien Guillamat De part et d’autre 2010
Pei-Yu Shi Movements 2010 | UA
Denis Smalley Valley Flow 1992

Festivalprogramm s.:
www.inventionen.de


Der Titel verweist auf die Geschichte des BEAST (Birmingham ElectroAcoustic Sound Theatre), eines der führenden internationalen Systeme zur Aufführung elektroakustischer Musik, das seit mehr als 25 Jahren Innovator und Vordenker auf diesem Gebiet ist. Mit seinem groß angelegten, reisenden Lautsprecher-Orchester ist BEAST auf diesem Feld einzigartig und jetzt auch dazu in der Lage ein System mit mehr als 100 einzelnen Kanälen aufzustellen. Dieses umfassende Klangdiffusions-System wird in Schinkels Kirche St. Elisabeth installiert und entführt den Konzertbesucher in die Welt der akusmatischen Musik, die 1974 von François Bayle im GRM Paris erfunden wurde und sich inzwischen zu einer Inventionen-Tradition entwickelt hat: in Inventionen 1983 trat Bayle mit seinem GRM-Acousmonium erstmals in Deutschland auf (GRM = Groupe de Recherche Musicale), es folgten weitere Einladungen an das GRM 1988, 1994, 1998 und 2008. Aber auch andere "Lautsprecherorchester" kamen zu ihren Inventionen-Auftritten: in der Parochialkirche 2000 das erste BEAST-System, 2002 das System der "Musiques et Recherches" Belgien und eine Gesamtheit von Akusmonien, Klangdomen und WFS-Arrays bei Inventionen 2008 im WellenFeld der TU Berlin. Dieses Jahr erwarten wir das neue und weit größere BEAST-System. In der Kirche St. Elisabeth sitzt das Publikum inmitten des Raumes, umringt von unzähligen Lautsprechern, die eine großartige Akustik erleben lassen. Die eigentlich unsichtbare Klangwelt wird zu einem "Film für die Ohren", live über ein Mischpult in den Kirchenraum projeziert. Jedes akusmatische Werk erfährt so seine individuelle Aufführung.

Das BEAST-Akusmonium wird von Mitarbeitern der Universität Birmingham aufgebaut und bedient. Die Leitung hat Jonty Harrison, der im SS 2010 als Edgard-Varèse-Gastprofessor des DAAD an der TU Berlin lehrt. Gemeinsam mit dem Festival Inventionen 2010 hat Harrison ein sowohl historisches als auch aktuelles Programm gestaltet. Etwa die Hälfte der 40 akusmatischen Werke erfahren ihre Premiere in Berlin, u.a. auch ein neues Werk von Harrison mit dem Titel BEASTory. Allein 13 Stipendiaten des Berliner Künstlerprogramms des DAAD bzw. DAAD-Gastprofessoren sind fast ausschließlich mit Uraufführungen vertreten und demonstrieren die Aktualität und Faszination dieser Musik, aufgeführt an einem der schönsten Orte Berlins.


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Foto: Suk-Jun Kim © MUTE SOUVENIR / Kai Bienert

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