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Gesprächsleitung: Christine Fischer
„Meine Musik ist eine Synthese des Unbewusst-Dionysischen mit dem Spirituell-Apollinischen. Eine Synthese aus dem Leben, das ich kenne, und jenem, das ich erahne. Der Klang wird für mich eine gefilterte, mit der Sehnsucht nach dem Anderswo verbundene Darstellung der Wirklichkeit, wobei die Grenze zwischen beiden Welten untastbar ist.“

Für den Italienisch-Schweizer Komponisten Oscar Bianchi ist Musik weitaus mehr als nur „tönend bewegte Form“. Sie ist Mittel zur Erkenntnis der Welt und der menschlichen Existenz, geboren aus einem großen Interesse für philosophische und religiöse Fragen. So ist etwa seine groß angelegte Kantate Matra durchzogen vom Geist buddhistischen Denkens.
Oscar Bianchis Musik ist mehr ein Wechsel von Energien und Intensitäten als eine großformatige thematische Entwicklung. Seine musikalische Sprache ist geprägt von statischen Klängen, die jedoch von einer untergründigen Spannung durchzogen sind. Aus diesen Vibrationen schälen sich oft kurze, nervöse Gesten und Motive heraus. Die Klänge, die er dabei findet, sind enorm plastisch und vermitteln dem Hörer einen unmittelbaren Eindruck von dem, was den Komponisten umtreibt. Drei Werke – Primordia Rerum (2003), Matra (2007) und Anahata Concerto (2008-2009) – stehen im Zentrum des Gesprächs, drei Werke, die zugleich drei Phasen in der Entwicklung des Komponisten repräsentieren.


Oscar Bianchi, geb. 1975 in Mailand, lebt in New York. Von 1994 bis 2001 studierte er in Mailand und Bologna Komposition, Chormusik/Chorleitung, Dirigieren, elektronische Musik u.a. bei Umberto Rotondi, Adriano Guarnieri, Sandro Gorli und Alvise Vidolin. 2003/04 setzte er sein Studium im IRCAM Paris und anschließend an der Columbia University in New York fort. Bianchi besuchte diverse Meisterkurse und erhielt mehrere Stipendien und Auszeichnungen, u.a. 2005 den Gaudeamus-Preis für seine Komposition Primordia Rerum. 2005 bis 2007 war er Fellow des belgischen Ensemble Ictus. Seine Werke werden von bedeutenden Ensembles gespielt wie den Neuen Vocalsolisten Stuttgart, dem Ictus Ensemble, Ensemble Modern und Klangforum Wien.
2009 ist Bianchi Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Er arbeitet u.a. an einer neuen Oper für das „Theatre et Musique“ Paris und an einem neuen Werk für das Orchestre Philharmonique de Radio France.
Homepage: http://www.oscarbianchi.com/


Christine Fischer ist Intendantin von Musik der Jahrhunderte Stuttgart, mitverantwortlich für die Festivals ECLAT und DER SOMMER IN STUTTGART, Managerin der Neuen Vocalsolisten und Künstlerische Leiterin von Netzwerk Süd im Rahmen des Netzwerk Neue Musik. Sie lebt in Berlin und Stuttgart.

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