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Moderation: Jan Wagner & Björn Kuhligk
Auf Abwegen
Freitag, 25. April 2008, 20 Uhr
Peter Hein (D)
Norbert Scheuer (D)
Michael Donhauser (A)
Ulf Erdmann Ziegler (D)

Über Abgründen
Samstag, 26. April 2008, 21 Uhr
Florian Thalhofer (D)
Noelle Revaz (CH)
Sigitas Parulskis (LT)
Jáchym Topol (CZ)

Wer in der Provinz lebt, befindet sich im Zentrum der Welt. Denn Provinz, das heißt nicht nur Landstraßen und Langeweile, sondern ist eine Haltung, eine Art, das Leben zu sehen: In den kleinen Heimaten abseits der großen Städte liegt die Literatur auf der Straße, dort ist Platz ist für kauzige Sonderlinge. „Nachrichten aus der Provinz“ – das ist eine Heimatbilderrevue mit Autoren, die auf Abwegen gewandert sind und in Abgründe geblickt haben: „Fehlfarben“-Frontmann Peter Hein ging auf Streifzug durch die Republik, Norbert Scheuer erzählt Eifler Geschichten voll zeitloser Trostlosigkeit, Michael Donhauser dichtet wandernd die „Schönsten Lieder“, Ulf Erdmann Ziegler erstellt eine Topographie der alten Bundesrepublik, Florian Thalhofer begab sich auf die Suche nach den vergessenen Fahnen der Fußball-WM, Noëlle Revaz lässt einen ungehobelten Bauern das Hohelied der Milchwirtschaft singen, Sigitas Parulskis zeichnet Bilder von den Hinterlassenschaften des sowjetischen Lebens, und Jáchym Topol berichtet aus der „Zirkuszone“ einer tschechischen Kindheit um 1968.
Durch die Heimatbilderrevue führen Jan Wagner und Björn Kuhligk, Lyriker und gestandene Wandersleute, die mit dem „Wald im Zimmer“ (Berlin Verlag, 2007) einen eindrücklichen Bericht über ihre Harzreise auf den Spuren Heinrich Heines zwischen den Dörfern Elend (644 Einwohner) und Sorge (138 Einwohner) vorlegten.


Freitag & Samstag, 25. & 26. April 2008
Roter Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
10178 Berlin (U 2 Rosa-Luxemburg-Platz)
Eintritt 6 Euro, Kartenbestellung: täglich 12-18 Uhr, 030-240 65 777
www.volksbuehne-berlin.de

Mit freundlicher Unterstützung der Litauischen Botschaft, der Österreichischen Botschaft, des Tschechischen Zentrums und Pro Helvetia


Die Autoren:

Michael Donhauser , * 1956 in Liechtenstein, lebt in Wien und im Schweizer Maienfeld, Lyriker und Prosaautor mit „entschleunigtem“ Blick auf die Dinge. Zuletzt erschienen die Erzählungen „Edgar und die anderen“ (2008) und der Gedichtband „Schönste Lieder“ (2007, beide bei Urs Engeler Editor).

Peter Hein, * 1957, lebt in Düsseldorf und Wien, „Fehlfarben“-Frontmann, debütierte als Autor mit Aufzeichnungen über seine Großstadtstreifzüge von Augsburg bis Zürich, die er mit seiner Band unternahm: „Geht so. Wegbeschreibungen“ (2007, Lilienfeld).

Sigitas Parulskis, * 1965, lebt in Vilnius (LT), Lyriker, Prosaautor, Essayist, einer der wichtigsten litauischen Autoren seiner Generation, der in seinen Gedichten detaillierte Momentaufnahmen von verkommenen Innen- und Außenwelten macht.

Noëlle Revaz, * 1968, lebt in Lausanne, erhielt großes Lob für ihren Romanerstling „Von wegen den Tieren“ (2004, Urs Engeler Editor) über einen brachialen Bauern, der seine Kühe liebt, seine Kinder erträgt und seine Frau in erster Linie schlägt.

Norbert Scheuer, * 1951 in der Eifel, Prosaautor, veröffentlichte mit dem Roman „Flußabwärts“ (2002) und „Kall, Eifel“ (C.H. Beck, 2005) Geschichten von zeitloser Trostlosigkeit, in denen er vom trüben Alltagsleben in einer deutschen Kleinstadt erzählt.

Florian Thalhofer, * 1972, lebt in Berlin, Medienkünstler, Geschichtensammler und Feldforscher, der im Herbst 2006 2.562 km durch Deutschland reiste auf der Suche nach den vergessenen Fahnen der Fußball-WM (mairisch, 2008).

Jáchym Topol, * 1962, lebt in Prag (CZ), wichtigster tschechischer Prosaautor seiner Generation, der Phantastisch-Skurriles und den düsteren Schrecken der Zeitgeschichte miteinander verwebt. Zuletzt erschienen „Zirkuszone“ (2007) und „Nachtarbeit“ (2003, beide bei Suhrkamp).

Ulf Erdmann Ziegler, * 1959, lebt in Frankfurt am Main, Prosaautor, Kunst- und Architekturkritiker, legte mit „Wilde Wiesen“ (Wallstein, 2007) die Beschreibung einer Kindheit in den gesichtslosen Vorstadtwohnsiedlungen der Nachkriegszeit vor.

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