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Ein Projekt von Osías Yanov und Liv Schulman im Rahmen von The Fingers of the Air
Tres Palomitas: Socially distanced lesbo cruising - Aufwärmen für eine kommende Welt, wie wir sie wollen

Leda y María war ein Volksmusik-Duo, das von den argentinischen Dichterinnen Leda Valladares und María Elena Walsh gegründet wurde, und zwischen 1953 und 1963 die Erneuerung der lokalen Musik stark beeinflusste. Sie begannen, die mündlich tradierten Lieder aus der indigenen Andenregion Argentiniens zu singen, wie etwa Carnavalitos, Bagualas und Vidalas. Nach einer Reise durch den Nordwesten sammelten sie eine Reihe von Liedern, die sie auf zwei Alben aufnahmen: Entre valles y quebradas vol 1 und Entre valles y quebradas vol 2, beide 1957.
Dos Palomitas (zwei Täubchen), ein zensiertes und heute verlorenes Lied des Albums, erzählt die Geschichte von Liebe und sexuellen Beziehungen, die zwei Vögel zwischen Zweigen, Tieren, Blütenknospen und Früchten in einem ländlich idyllischen Kontext erleben. In der Geschichte fungiert jeder Zweig der Bäume als eine Art Ummantelung für erotische Erfahrungen zwischen und mit anderen Tauben. Das störende Element des Gesangs entsteht nicht nur durch die Enthüllung einer offensichtlichen Metapher für sexuelle Experimente, sondern auch durch das klare Fehlen männlicher Tauben.

Tres Palomitas: Socially distanced lesbo cruising - Aufwärmen für eine kommende Welt, wie wir sie wollen, ist eine cruising-Erfahrung oder ein Angebot an sozialen und sexuellen Praktiken, um das lesbische cruising-Magma anzuheizen. Die Darstellungsweise einer Praktik, die auf natürliche Weise entstehen, oder als ein Werkzeug zum Leben dienen kann, das Zugang zu etwas Populärem ermöglicht.

Dieses lesbische Aufwärm-cruising reklamiert ein wiederentdecktes Erbe für sich, würdigt ein wegbereitendes Lied und möchte die Gründe verstehen, aus denen cruising von einem männlich dominierten Raum vereinnahmt wurde.

Um am lesbischen cruising teilzunehmen, musst du dich nur zu einer Lesbe erklären, diesen Zustand und dich selbst erforschen.
Ein Parcours von hülsenartigen Stationen, in denen du mit einfachen Anweisungen zirkulieren, dich reiben, tanzen, Kleider zerschneiden, dich streicheln und ausziehen kannst, werden dich willkommen heißen. Es handelt sich um eine partizipatorische Aktivität, die der Öffentlichkeit zugänglich ist und bei der die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen zur sozialen Distanzierung getroffen werden.

Liv Schilman und Osías Yanov


Besucher*innen werden gebeten, Gesichtsmasken zu tragen und den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Maximal 10 Personen können sich gleichzeitig in den Ausstellungsräumen aufhalten.

Foto: Leda Valladares und María Elena Walsh


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