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Eröffnung am 18.09.2019, 19h
sergey kasich ist Klangkünstler, Techniker, Instrumentenbauer, Community-Aktivist und Kurator. All diese Tätigkeiten verbindet kasich mit einem DIY-Habitus, den er sich nicht nur aus Pragmatismus angeeignet hat, sondern aus tiefer Überzeugung lebt. Die Ausstellung KlingKludge macht erfahrbar, wie sehr dieser DIY-Spirit seine Kunst trägt. Das Wort „kludge“ wird im Englischen verwendet, um schnelle technische Lösungen zu beschreiben, die oft zu zusammengestückelten, wenig eleganten, aber irgendwie laufenden Systemen führen. sergey kasich unterstreicht mit diesem Titel die DIY-Natur seiner Arbeiten. Er zielt nicht auf hübsche Objekte ab, sondern auf funktionale, möglichst billig produzierte, aber aussagekräftige Konstruktionen. Die gezeigten Arbeiten – PFX/presence FX (2015) und W-A-Y/Where are you (2014) – sind Teil der Serie „Existential Robotics“ und damit als Maschinen konzipiert, die existentielle Fragen aufwerfen und existentielle Erfahrungen erlebbar machen.

PFX löst jede Stunde einen auf ein Mikrofon gerichteten Pistolenschuss aus. Ein Algorithmus entwirft in den darauffolgenden 60 Minuten aus dem aufgenommenen Raumklang nach dem Schuss eine generative Komposition, die live zu hören und mit zu verfolgen ist, bis der nächste Schuss erfolgt.
So wie die anwesenden Körper im Raum den Klang des Schusses und damit die resultierende Komposition beeinflussen, wirkt das Publikum auch auf W-A-Y ein. Hier tastet ein Laser die räumliche Umgebung – Wände, feste und potentiell bewegliche Objekte im Raum – ab, deren Position daraufhin in Echtzeit sonifiziert wird. Körper werden hier also nicht nur zur Klangquelle, sondern auch zur Quelle von Kontrolle.

Mit diesen beiden Arbeiten stellt sergey kasich, der Ende Mai 2019 sein Stipendium beim Berliner Künstlerprogramm angetreten hat, erstmals eine Auswahl seiner installativen Arbeiten dem hiesigen Publikum vor.

In Kooperation mit singuhr e.V. und Acud Macht Neu
Im Rahmen des Monats für zeitgenössische Musik

Das Betreten der Ausstellung erfolgt auf eigene Gefahr. Kinder sind nur in Begleitung erziehungsberechtigter Erwachsener zugelassen.


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