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Werkstattkonzert
Im Inneren des großen Wasserspeichers am Kollwitzplatz hat man das Gefühl, eine völlig neue Sphäre der Wahrnehmung zu betreten. Trotz der Sommerhitze bleibt die Luft hinter den dicken Steinmauern kühl. In dem fensterlosen, sakral anmutenden Bauwerk gewöhnt das Auge sich nur allmählich an die Dunkelheit. Die majestätischen, konzentrischen Innenmauern erzeugen einen verblüffenden, bis zu 18 Sekunden währenden Nachhall, der die Sinne auf die Probe stellt und Desorientierung verursacht.

Ashley Fure taucht in diesen ortsspezifischen Zauber ein, zusammen mit ihrem neuen, handverlesenen Ensemble. Den zehn Mitwirkenden steht eine Reihe von Megaphonen zur Verfügung, Spezialanfertigungen aus dem 3D-Drucker und von Ashley als eine ihrer unverkennbaren Schallquellen eingesetzt. Diese einzigartigen, in Zusammenarbeit mit Matter Design entwickelten Objekte fokussieren akustische Energie in dicht gebündelte Ströme und erzeugen bei ihrem Abprall von architektonischen Oberflächen deutlich wahrnehmbare Artefakte.
Ashley Fure arbeitet an einem Werk, das vom CTM Festival und dem Berliner Künstlerprogramm für Liminal, die CTM Ausgabe 2020, in Auftrag gegeben worden ist. Sie nutzt jetzt die letzten Monate ihres Stipendiums, um in dieser ortsspezifischen Wunderwelt Klang- und Bewegungstableaus zu erkunden. Mit den Megaphonen, die mehr mit Körpererweiterungen gemein haben als mit herkömmlichen eigenständigen Instrumenten, erforschen sie und ihre Performance-Truppe Klang- und Bewegungsmuster, die Aufschluss geben können über posthumanoide Brüche, rituelle Akustik und die vernetzte Wahrnehmung des für den Wanderschwarm typischen Denkens.

In Zusammenarbeit mit Lilleth Glimcher (Regie) präsentiert Ashley Fure am 18. Juli eine öffentliche Workshop-Performance. Dabei lädt sie das Publikum in ihr Labor ein, um die Erfahrung ihres wachsenden Schwarms zu teilen und auszuweiten. Der Abend ist ein spannendes akustisches Experiment, das die seltene Gelegenheit bietet, Einblick in ein im Entstehen begriffenes Werk zu erhalten; zugleich ist es die Abschlussveranstaltung von Ashleys Berlinaufenthalt im Rahmen des Berliner Künstlerprogramms, der im Juli endet.

Ein Werk von Ashley Fure und Lilleth Glimcher.
Mit Josephine Brinkmann, Yin Cheng-Kokott, Siri Elmqvist, Julian Fricker, Camille Käse, Zwoisy Mears-Clark, Tatiana Mejia, Jorge Osuna Sánchez, Assi Pakkanen und Valerie Renay.

freier Eintritt - Konzert beginnt pünktlich


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