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Berliner Rede zur Poesie 2019

20. Poesiefestival Berlin
Die Berliner Rede zur Poesie ist einer der Höhepunkte des poesiefestivals. Nach Oswald Egger, John Burnside und Elke Erb kommt Sergio Raimondi die Ehre zu, zur poetischen Praxis zu sprechen. Seit Erscheinen seines ersten Gedichtbandes „Poesía civil“ im Jahre 2001 („Zivilpoesie“, Reinecke & Voß 2017, übersetzt von Timo Berger) gilt Sergio Raimondi als Erneuerer der argentinischen Lyrik. Seit fast zwei Jahrzehnten arbeitet Raimondi an seinem zweiten Band: ein gewaltiges enzyklopädisches Projekt, das kurz vor seiner Vollendung steht und den Titel „Für ein kommentiertes Wörterbuch“ tragen wird.
In seiner Berliner Rede geht Raimondi auf Adornos Forderung nach einer Poesie auf der Höhe des Kapitalismus ein. Er weist diese Forderung in einer für ihn typischen gedanklichen Volte als maßlos zurück, da der Kapitalismus seinem Wesen nach mit all seinen globalen Strategien selbst maßlos sei. Muss der Dichter also mit Karten und Statistiken operieren, um angemessen poetisch reagieren zu können? Die Beantwortung dieser Frage, die Raimondi in seiner Rede unternimmt, stellt die Forderung Adornos vom Kopf auf ihre Füße und macht einen ebenso maßlosen Vorteil auf Seiten des Dichters deutlich: Der Kapitalismus ist niemals auf der Höhe der Poesie. „Probleme beim Schreiben einer Ode an den Pazifischen Ozean“ erscheint zur Veranstaltung auf Spanisch und Deutsch (übersetzt von Timo Berger) im Wallstein Verlag.
Sergio Raimondi war 2018 Gast im Berliner Künstlerprogramm des DAAD. Die Berliner Rede zur Poesie 2019 wird unterstützt durch das Auswärtige Amt und das Berliner Künstlerprogramm des DAAD.

Foto: Timo Berger

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