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Die daadgalerie präsentiert zwei neue Projekte der mexikanischen Künstlerin Teresa Margolles, die während ihres Aufenthaltes in Berlin entstanden sind. In ihren Arbeiten thematisiert Margolles den organisierten Drogenkrieg in ihrer Heimat, sowie die damit verbundene Gewalt und deren Auswirkungen auf die mexikanische Gesellschaft. Beharrlich arbeitet sie gegen die Anonymisierung des Todes und das Verschwinden von Körpern an, indem sie ihr Publikum schonungslos mit dem konfrontiert, was von den Menschen übrigbleibt.

So entsteht eine minimalistische Intervention: ein Tuch, mit dem das Blut einer auf der Straße Ermordeten aufgewischt wurde, wird zum Symbol für von Gewalt geprägte Narrative. Lateinamerikanische Migranten, denen Margolles in Berlin begegnet ist, haben jeweils eine Linie in das Tuch gestickt und anschließend ihre eigene Migrationsgeschichte erzählt. Die in den indigenen Kulturen Lateinamerikas sehr präsente Tradition des Stickens wird hier – formal reduziert auf eine abstrakte Linie, doch mit jeweils eigener „Handschrift“ - zu einem vorbereitenden, meditativen Prozess für die darauffolgenden Erzählungen.
Neben der Installation des Stoffes und der in ihn verwebten Geschichten umfasst die Ausstellung eine Wandinstallation aus handgeformten Tonfliesen, deren Material im Rio Bravo gewonnen und in der Grenzstadt Ciudad Juárez, beides Schauplätze traumatischer Fluchterfahrungen, weiterverarbeitet wurde.

Die Ausstellungseröffnung ist Teil der Veranstaltung: "Lange Nacht der Ideen" die vom Auswärtigen Amt initiiert und organisiert ist.

Der Eintritt ist frei.

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