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Moderation: Katharina Narbutovic

Gesprächspartnerin: Uta Gosmann
„Bei der Hand hat sich nichts geändert. Schlägt ihre Stunde, ist sie folgsam und gefällig“, heißt es auf den ersten Seiten von Ellen Hinseys Gedichtband „Des Menschen Element“ (Deutsch von Uta Gosmann), der eine Reise in die Abgründe des menschlichen Daseins wagt und in kristallklarer, fein ausbalancierter Sprache unserer düsteren, von Unfrieden, Gewalt und Populismus geprägten Zeit den Spiegel vorhält. Wie lange noch wird Kain seine Hand gegen Abel erheben, wirft Ellen Hinsey die Frage nach der Natur des Menschen auf. Für sie, die seit Jahren den prekären Transformationsprozess in Mittel- und Osteuropa verfolgt und eine profunde Kennerin der Philosophie, Theologie und Literatur von der Antike bis zur Gegenwart ist, rührt alles vom Unbehagen des Menschen an seiner Existenz her: Vom Unbehagen, „in die Welt gewollt zu werden ohne unser Wissen“; davon, dass der Mensch, um seines Unbehagens Herr zu werden, die Welt in Eigenes und anderes, Eigenes und Fremdes aufspaltet, anstatt mit dem vorsokratischen Philosophen Parmenides anzuerkennen, dass alles ein Ganzes ist, „eins und zusammenhängend“.

Ellen Hinsey, 1960 in Boston, Massachusetts, geboren, hat neun Bände Lyrik, Prosa und literarische Übersetzungen verfasst, in denen sie sich mit geschichtlichen und ethischen Themen auseinandersetzt. Ihre Aufsätze über Demokratie in Mittel- und Osteuropa sind in „Mastering the Past“ zusammengestellt. Hinseys jüngster Gedichtband „Des Menschen Element“ („Update on the Descent“, 2009) war in der Endausscheidung der National Poetry Series. Sie ist außerdem die Autorin von „White Fire of Time“ und „Cities of Memory“, das den Yale University Preis gewann.

Ellen Hinsey war 2015 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. „Des Menschen Element“ (Band Nr. 29 der Spurensicherungs-Reihe des Berliner Künstlerprogramms des DAAD im Verlag Matthes & Seitz Berlin) ist der erste ins Deutsche übersetzte Gedichtband Ellen Hinseys.

Eintritt: € 7 / € 5

Foto: © Adine Sagalyn

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