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Eröffnung, Freitag, 3.2., 19-21 h

Sonntag, 5. Februar, 17 h
Wendelien van Oldenborgh im Gespräch mit Nataša Ilić und Charl Landvreugd,
daadgalerie Studio (in englischer Sprache)
In ihren aufwendig recherchierten Filmprojekten nimmt Wendelien van Oldenborgh historische oder aktuelle gesellschaftliche Situationen als Ausgangspunkt für die Untersuchung von Beziehungen oder Gesten der öffentlichen Sphäre, um so ihre sozialen Bedingungen offenzulegen. Dabei dient das Filmformat als Produktionsmethode und Basissprache für unterschiedliche Präsentationsformen. Wesentlich für die Arbeit Wendelien van Oldenborghs ist der Filmdreh, bei dem die Teilnehmer dazu eingeladen sind, im Rahmen eines öffentlichen Events von Live-Performances und Diskussionen das Drehbuch aktiv zu beeinflussen und mitzugestalten.

Mit der Ausstellung ».As for the Future.« präsentieren die daadgalerie und Wendelien van Oldenborgh zwei Filmprojekte, für die die Künstlerin Begegnungen von Aktivisten und öffentlichen Personen unterschiedlicher Generationen und Sozialisationen initiierte.
Die zweiteilige Filminstallation »Prologue: Squat / Anti-Squat« (2016), die in der daadgalerie ihre Premiere feiert, ist eine filmische Auseinandersetzung mit dem überwiegend leerstehenden Tripolis-Bürokomplex in Amsterdam (1990-94), einem späten Entwurf des niederländischen Architekten Aldo van Eyck. An diesen Schauplatz lud Wendelien van Oldenborgh Protagonisten verschiedener Aktivistengruppen zum informellen Austausch über ihre Vorstellungen vom Wohnen und von gesellschaftlicher Zugehörigkeit ein, den der Film ausschnittweise wiedergibt. Neben der Architektur stehen das Thema Wohnraum und die soziale Praxis des Besetzens von Häusern im Zentrum. Zur Sprache kommen u.a. Aktionen von Hausbesetzern niederländisch-karibischer Herkunft in den 1970er Jahren sowie jüngste Hausbesetzungen durch Migranten ohne offiziellen Aufenthaltsstatus.
»Prologue: Squat / Anti-Squat« (2016) ist Teil des Projektes der Künstlerin für den niederländischen Pavillon der Biennale von Venedig 2017. In Zusammenarbeit mit Al Ma’mal Foundation for Contemporary Art, Jerusalem Show VIII Frontier Imaginaries, Mondriaan Fund und dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD.

In »Bete & Deise« (2012), dem zweiten Film der Ausstellung, inszeniert Wendelien van Oldenborgh die Begegnung zweier Frauen in einem Rohbau in Rio de Janeiro. Die Telenovela-Schauspielerin Bete Mendes und die Baile-Funk-Sängerin Deise Tigrona sind, jede auf ihre Art und in ihrer Generation, zwei prominente Schlüsselfiguren Brasiliens. Sie beschreiben ihre Rollen in der Öffentlichkeit und lassen dabei auch Widersprüche erkennen.
Der Titel der Ausstellung ».As for the future.«, stammt von der brasilianischen Schriftstellerin Clarice Lispector, einer wichtigen Referenz für Wendelien van Oldenborgh. Es ist einer von vielen möglichen Titeln ihres Romans »The Hour of the Star« (1977), einem Schreibexperiment, das eine Betrachtung von zwei Arten der Machtlosigkeit vornimmt, der des Erzählers und der der von ihm beschriebenen Hauptfigur des Romans.

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