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19:00 Uhr, »The Slow Business of Going«, (USA / Griechenland 2001)
21:15 Uhr, »Attenberg« (Griechenland 2010)
Athina Rachel Tsangari ist eine der führenden Figuren des neuen griechischen Kinos und 2017 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Wie eine Verhaltensforscherin nimmt sie in ihren Filmen die Spezie Mensch und ihr seltsames Gebaren unter die Lupe – und erfindet dabei ein formal einfallsreiches Kino voll absurder Situationen und ganz eigener Komik. Neben Vorbildern von Buñuel bis Aristoteles nennt die Regisseurin auch Tierfilme als Inspiration, »denn wir sind alle Raubtiere; Männer genauso wie Frauen.« Athina Rachel Tsangaris erste filmische Erfahrung entstand zufällig: 1991 erhielt sie eine kleine Rolle in Richard Linklaters ikonischem Film »Slacker«. Doch aus diesem kurzen Auftritt entstand eine nun bereits mehrere Jahrzehnte währende »Liebesbeziehung zwischen Arbeit und Leben«, wie sie ihr Verhältnis zum Filmemachen einmal beschrieb. Athina Rachel Tsangaris Film »Attenberg« (2010) zeigt den »wohl schlechtesten Kuss der Leinwandgeschichte« (The Guardian): Marina interessiert sich eher für Affen als für Menschen. Anhand von Tierdokumentationen ihres Idols Sir David Attenborough und angeleitet von ihrer Freundin Bella, die ihr den Zungenkuss beibringt, versucht sie körperliche Nähe zu lernen. Zugleich geht das Leben ihres Vaters zu Ende. Ein Film über die Mysterien von Liebe und Tod, mit skurrilen Momenten und tänzerischen Slapstick-Einlagen. In »The Slow Business of Going« (2001) wiederum ist die Protagonistin Petra Going ein nomadischer Cyborg. Mit einem Schaukelstuhl auf dem Rücken reist sie um die Welt, beauftragt, die Erinnerungen anderer zu sammeln und der »Experience Data Agency« zu übermitteln. Ein Science-Fiction-Roadmovie mit wechselnden visuellen Texturen und eine Chronik der Kollisionen von Mann und Frau, Realem und Virtuellem.

Wir zeigen an zwei Abenden (31.01. und 01.02.) vier Filme Athina Rachel Tsangaris.

Eintritt: 7,50 / 5,--

In Kooperation mit arsenal. Institute für film und videokunst e.V.





Fotonachweis: Filmstill Attenberg

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