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Eröffnung: Donnerstag, 12.5.2016, 19-21h
Die daadgalerie präsentiert im Mai /Juni die erste institutionelle Einzelausstellung der belgischen Künstlerin Edith Dekyndt in Deutschland.

Die Aufzählung von Materialien, Empfindungen und Naturphänomenen im Titel umreißt einige der für Dekyndts Arbeit relevanten und wiederkehrenden Elemente. Sie isoliert organische und anorganische Materialien, wie Mineralien, Blut, Hefe und lässt diese einzeln oder miteinander reagieren und stößt so Prozesse an, die zu einem bestimmten Zeitpunkt dann wieder von ihr angehalten werden. Diese an wissenschaftliche Versuchsanordnungen erinnernden Kondensations-, Gärungs-, Schimmel- und Kristallisationsprozesse entwickeln sich in Vitrinen, auf Leinwänden, in Petrischalen oder auf Teppichen. Die starke materielle Präsenz ihrer Arbeiten ist geprägt durch die skulpturalen und malerischen Qualitäten von Transformation und Zerfall und die Eigendynamik der jeweiligen Materialien und Objekte.
Aus den chemischen und physikalischen Transformationsprozessen resultiert jedoch keine objektive Analyse, im Vordergrund steht vielmehr eine höchst subjektive Neugier und das Bedürfnis, die eigene Wahrnehmung und die des Betrachters anhand der von ihr ausgewählten Objekte und Phänomene zu schärfen. Das Unheimliche, Wuchernde und Instabile hält dabei die Balance mit der merkwürdig fragilen Schönheit ihrer Arbeiten.
Eine zentrale Arbeit der Ausstellung ist Laboratory 01(capillarity with coffee)(2015), die zu Beginn dieses Jahres in ihrer Einzelausstellung im Brüsseler Wiels Art Center gezeigt wurde: Die untere Kante eines Vorhangs wurde von Dekyndt mit Kaffee getränkt, nach dem Auftrocknen verbleibt eine feine Spur des kapillaren Prozesses als Zeichnung auf dem hellen Stoff.

Edith Dekyndt (*1960 in Ypern, Belgien) war 2015 Gast des Berliner Künstlerprogramms.
Sie lebt und arbeitet in Tournai und Berlin.

Foto: Sven Laurent

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