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Mit einem Film von Péter Forgácz
Einer Lesung von Zsófia Bán
Und Bossa Nova von Rozina Pátkai und Ifj. Tóth István

Moderation: Terézia Mora
Zsófia Bán, in Rio de Janeiro geboren, aufgewachsen in Brasilien und Ungarn, ist beschenkt mit vielen Gaben. Nicht nur, dass sie eine namhafte Literatur- und Kunstkritikerin ist, in Filmstudios und als Ausstellungskuratorin gearbeitet hat und in Budapest Amerikanistik lehrt. Auch als Prosaautorin feierte sie gleich mit ihrem Erstlingswerk „Abendschule. Eine Fibel für Erwachsene“ (2007) Erfolge und zählt seither zu den wichtigsten, formal ambitioniertesten Schriftstellerinnen ihres Landes, was sie auch mit ihrem zweiten Erzählband „Als nur die Tiere lebten“ (2012) unter Beweis stellte. Darin fächert Zsófia Bán auf engstem Raum vermeintlich disparate Lebensgeschichten auf und legt deren ungeahnte Zusammenhänge bloß: Emigration und Entwurzelung; das Leben davor und danach – und der Riss, den diese innere Entzweiung in einem selbst auslöst. Das poetische Verfahren, dessen Zsófia Bán sich bedient, ist komplex: Aus mikroskopischen Details holt sie im Blow-Up-Verfahren das Nicht-Sichtbare ans Licht und stellt Sinnzusammenhänge durch gewagte Spiegelungen und Brechungen her, Bildkaskaden, die in rätselhafter A-Logik die unterschiedlichen Erzähl- und Zeitebenen miteinander verfugen. Ihre Prosa (meisterlich von Terézia Mora ins Deutsche übersetzt) fordert insofern zu einem Tanz über dem Abgrund heraus – und zur Lust an der so wunderbaren wie schwierigen Freiheit der Interpretation.

Eintritt frei.

Filmstill Copyright: Péter Forgácz.

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