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im Rahmen von CTM 2016 – Festival for Adventurous Music & Art
Klänge sind beweglich, sie überbrücken mit Leichtigkeit große Distanzen. Diese Reichweite hat das Internet in den letzten Jahren vervielfacht und damit auch den Wirkungskreis von Klangkünstler_innen. Ihre Arbeiten lassen sich meist leichter transportieren als bildende Kunst, sie brauchen keine Übersetzung wie die Literatur. Diese Entwicklung birgt Chancen, wirft aber auch Fragen auf: Welche kulturellen Unterschiede kommen zum Tragen? Wie begegnet man der Faszination des Exotischen? Verflüssigt sich die Kunst im Gewimmel der Praktiken und Projekte? Solche Themen sind Gegenstand einer eintägigen Expertenrunde mit TheoretikerInnen, KünstlerInnen und KuratorInnen, die im Rahmen des diesjährigen Diskursprogramms des CTM Festivals stattfindet.

Vor dem Hintergrund globaler Konfliktsituationen, in deren Zentrum die auf allen Ebenen und zunehmend radikal geführte Auseinandersetzung um Grenzziehungen und -auflösungen steht, möchte CTM 2016 mit dem Festivalthema „New Geographies“ Erfahrungs- und Reflexionsräume für Musiken schaffen, die essentialistischen Kulturvorstellungen eine Absage erteilen und dazu beitragen, der Vielfalt einer zunehmend polyzentrischen, polychromatischen und hybriden (Musik)Welt mit größerer Empathie und Offenheit zu begegnen.

Diese und andere Fragestellungen erkundet auch die vom Schweizer Netzwerk Norient konzipierte Ausstellung Seismographic Sounds. Visions of a New World, die zeitgleich im Kunstraum Kreuzberg / Bethanien zu sehen sein wird.
Ausführliche Informationen zum Programm des CTM Festivals: http://www.ctm-festival.de


Programm

10:30 Begrüßung

11:00– 12:30 h
False friends and true signals: Interculturality in Sound Art
Die interkulturelle Praxis erfährt angesichts der jüngeren globalen Ereignisse und Migrationsströmungen, aber auch durch den über digitale Netzwerke erleichterten transglobalen Dialog eine Aktualisierung. Was erhofft man sich von interkulturellen und transkulturellen Verbindungen, welche Perspektiven tun sich auf und wo liegen die Gefahren und Verluste? Wie offen sind unsere ästhetischen Begrifflichkeiten und Definitionen für eine globale Klangkunstpraxis?

Mit Bonaventure Soh Bejeng Ndikung (Kurator documenta 14, Gründer und künstlerischer Leiter von SAVVY contemporary, Berlin), Theo Eshetu (Videokünstler, Berlin / Rom), Ekaterina Degot (Künstlerische Leiterin der Akademie der Künste der Welt, Köln), Gebrüder Teichmann (Musiker, Berlin), Sabine Hentzsch (Goethe-Institut)
Moderation: Marcus Gammel (Deutschlandradio Kultur, Redakteur Klangkunst)

13:30 – 16:00 h
Soundings in Public - Public Sounds: Artistic Notions of Public Space
Welche Bedeutung hat der öffentliche Raum in verschiedenen Kulturen? Welche Handlungen und gesellschaftlichen Austauschprozesse finden hier – unter den jeweiligen politischen Bedingungen - statt und wie verhält sich die künstlerische Praxis in Bezug darauf? Welche ästhetischen Praktiken entstehen oder entstehen gerade nicht?

Mit Dr. Nicola Müllerschön (Programmleiterin Kunst und Kultur, KfW Stiftung, Frankfurt a. M.), Alya Sebti (Kuratorin, Marrakesch / Berlin), Anna Raimondo (Klangkünstlerin, Brüssel), Georg Klein (Klangkünstler, Berlin), Dana Whabira (Künstlerische Leiterin von Njelele Art Station, Harare/Zimbabwe)
Moderation: Julia Gerlach (Leitung Musik beim Berliner Künstlerprogramm des DAAD)

16:30 – 18:00
Piece – Presence – Practice: Aggregate States of Global Sound Artifacts
Wie begreifen verschiedene Kulturen und Szenen das Ergebnis klangkünstlerischer Arbeit? Lässt sich das Feld entlang eines linearen Kontinuums zwischen „Werk“ und „Praktik“ kartographieren? Oder navigiert die globale Klangkunst durch ein komplexes Gemenges aus festen und flüssigen Bestandteilen?

Mit Sebastian Klotz (Professor für Transkulturelle Musikwissenschaft, Humboldt Universität, Berlin), Antye Greie, (Musikerin, Komponistin, Hailuoto), Marcus Boon (Autor, Journalist, Professor für Englisch an der York Universität, Toronto), Mazen Kerbaj (Musiker, Bildender Künstler, Beirut / Berlin)
Moderation: Marcus Gammel

18:00-19:00: Ausklang


Anmeldung unter: klangkunst@deutschlandradio.de
Eintritt frei für angemeldete Teilnehmer


Eine gemeinsame Veranstaltung von Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Deutschlandradio Kultur Redaktion Klangkunst und CTM Festival

Bild: Theo Eshetu (Trip to Mount Zugualla)

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