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Moderation: Timo Berger

Die Veranstaltung findet auf ausschließlich auf Spanisch statt.
Der 1969 geborene Lyriker und Übersetzer Luis Chaves, 2015er Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, gilt – auch außerhalb seines Landes – als die wichtigste Stimme der costa-ricanischen Gegenwartsliteratur. Seine Sprache als Dichter ist entschlackt und bewusst angelehnt an den Gestus des mündlichen Sprechens, hat es aber in sich und brilliert durch poetisch zugespitzte Bilder. In den meisten seiner Gedichte greift Luis Chaves auf Privates, Alltägliches und zugleich scheinbar Abgelegenes zurück: Er schreibt über Paare, die sich trennen, den Morgen nach einer Hochzeit, das Chaos nach dem eigenen Umzug mit Frau und Kindern. Dieses Schwemmgut des Lebens hält er in stenogrammartigen Vignetten fest, deren Dramaturgie auffallend stark vom Anekdotischen, Szenischen lebt. Man sollte sich allerdings vom Gestus des Beiläufigen, den seine Gedichte verströmen, nicht täuschen lassen: Auch wenn Luis Chaves eine Art „Kleine Literatur“ zu vertreten scheint, erlangt bei ihm das Anekdotische und vermeintlich Private immer auch symbolischen Charakter und dadurch Allgemeingültigkeit. Wer genau hinhört, vernimmt in seinen Gedichten also die ewigen Themen der Literatur: die Liebe und das Leben, die Sehnsucht und ihre Vergeblichkeit. Luis Chaves schreibt darüber mit ebenso viel Witz wie Melancholie – und einer gehörigen Portion literarischer Weisheit.

Ibero-Amerikanisches Institut, Simón-Bolivar-Saal, Potsdamer Straße 37, 10785 Berlin

Eintritt frei.

In Zusammenarbeit mit dem Ibero-Amerikanischen Institut

Foto: Carsten Meltendorff

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