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20.04.
Intihar (Suicide); Eliane Raheb, Libanon, 2003, OmE, 26 min.
Karib baiid (So near yet so far), Eliane Raheb, Libanon, 2002, OmE, 58 min.

22.04.
Layali Bala Noom (Sleepless Nights), Eliane Raheb, Libanon / Palästina / Katar / Vereinigte Arabische Emirate / Frankreich, 2012, OmE, 128 min.
Die 1972 im Libanon geborene Dokumentarfilm-Regisseurin Eliane Raheb ist eine politische Filmemacherin, die in ihren inszenierten Filmen vor dem Hintergrund des libanesischen Bürgerkriegs mit Schärfe und emotionalem Nachdruck universellen moralischen Fragen nachgeht. Die Herangehensweise der studierten Filmwissenschaftlerin liegt an der Schnittstelle von politischer Kunst zu Dokumentarfilm mit Zügen von investigativem Journalismus. Wir zeigen an zwei Abenden eine Auswahl von drei Filmen:

International für Aufsehen sorgte Eliane Raheb mit ihrem zweistündigen Langfilm-Debüt Sleepless Nights (2012): „Es ist schwer, einen libanesischen Film zu finden, der sich nicht mit dem blutigen Bürgerkrieg beschäftigte. Doch es ist weitaus schwieriger, einen besseren Streifen über dieses Thema zu finden als Sleepless Nights.“ (Variety) Eliane Raheb konfrontiert darin den ehemaligen Geheimdienstoffizier Asaad Shaftari mit der Mutter eines 1982 im Alter von 15 Jahren verschwundenen und seither vermissten kommunistischen Kämpfers. Obwohl die Ereignisse aus dem libanesischen Bürgerkrieg 30 Jahre zurückliegen, wühlte der Film nicht nur seine Protagonisten, sondern die Zuschauer im ganzen Land auf. Sleepless Nights zeigen wir am 22.04.2015.

Ihr Debüt als Regisseurin gab Eliane Raheb 1995 mit dem Kurzspielfilm The last screening (1995), der von der spezielle Beziehung eines jungen Mädchens zu dem Kino, das einst ihrem Großvater gehörte, erzählt. Seither drehte sie mehrere kürzere Dokumentarfilme, von denen wir am 20.04.2015 zwei zeigen: In So near yet so far (2002) reist die Filmemacherin zu den Kindern im Libanon, Jordanien und Ägypten, die vom Besuch der Nachbarländer träumen. Doch die Intifada hat ihre Träume unmöglich gemacht. In Suicide (2003) reflektiert Eliane Raheb die Auswirkungen der amerikanischen Invasion im Irak auf den Libanon. Während einige Intellektuelle sich mit der Ausweglosigkeit der Situation abfinden, werden andere Opfer der irakischen Propaganda und entschließen sich, an der Seite des Regimes zu kämpfen. Diese beiden Dokumentarfilme zeigen wir am 20.04.2015

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