Gäste Profil Veranstaltungen Chronik Bewerbung
Kontakt/Impressum
Publikationen
Newsletter
Datenschutz andere Programme
Blog
Mit Gastauftritten der niederländischen Jazz- und Improvisationsmusiker Ig Henneman (Bratsche) und Ab Baars (Saxophon, Klarinette, Shakuhachi) sowie der deutschen Dichterinnen Monika Rinck und Elke Erb.
Und einem Gespräch mit Anneke Brassinga, das Katharina Narbutovič führt.
Die Niederlande feiern ihre „Sprachmagierin“ (Rob Schouten) in diesem Jahr mit dem wichtigsten Literaturpreis, den das Land zu vergeben hat: Ende Mai 2015 wird Anneke Brassinga für ihr dichterisches Werk in Den Haag der P.C. Hooft-Prijs verliehen, der als „niederländischer Nobelpreis“ gilt. Seit Mitte der 1980er Jahre bezaubert die 1948 in Schaarsbergen geborene Dichterin, Prosaautorin, Essayistin und Übersetzerin (u.a. Broch, Mallarmé, Nabokov und Plath) ihre Leserschaft mit einem einzigartigen Erfindungsreichtum und Gespür für das Material der Sprache. Einerseits liebt Anneke Brassinga das Spiel mit Wortneuschöpfungen – und zugleich erscheint ihre Dichtung wie ein „Sanktuarium für bedrohte Wörter“ (Rob Schouten). Dennoch bewegen sich ihre Gedichte nicht einfach in einer rein sprachlich definierten Parallelwelt, sondern wurzeln sehr wohl in der Realität. Viele ihrer Gedichte handeln vor allem von der Natur – für Anneke Brassinga Inbegriff der Schöpfung selbst. Der huldigt sie, indem sie nicht zuletzt auch das Dichten als eine Art Schöpfung erachtet, die etwas ins „seyn“ bringt (so der Titel eines ihrer Gedichte), sprich: den Akt der Schöpfung am Material der Sprache selbst nachvollzieht. Kein Wunder also, dass Anneke Brassingas Dichtung nicht nur lautmalerische, sondern auch mystische Qualität besitzt und ihr Werk in Sprache verwandelte Ekstase ist.

Zum Abschluss ihres Jahrs als Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und im Vorfeld des niederländisch-flämischen Ehrengastauftritts 2016 auf der Frankfurter Buchmesse ist Anneke Brassinga noch einmal mit einem großen ihr gewidmeten Abend in Berlin zu erleben. Mit ihr auf der Bühne stehen mit Gastauftritten die niederländischen Jazz-und Improvisationsmusiker Ig Henneman und Ab Baars (beide aus Amsterdam), mit denen die Dichterin seit einem gemeinsamen Auftritt im Jahr 2011 eine enge Freundschaft verbindet und die eigens für den Abend ein von Anneke Brassingas Werk inspiriertes Programm entwickelt haben, sowie die deutschen Dichterinnen Monika Rinck und Elke Erb, die beide zu den Bewunderinnen des Werks ihrer niederländischen Kollegin zählen. Darüber hinaus gibt Anneke Brassinga in einem kurzen Gespräch mit Katharina Narbutovič Auskunft über ihr Schreiben und Gedichte als „kleine Kammersinfonie von Klängen“.

Eine Veranstaltung des Berliner Künstlerprogramms des DAAD zu Gast im Haus der Berliner Festspiele, in Kooperation mit der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Eintritt frei.

Foto: Freddy Rikken

Druckversion
Gastprofessuren
curating connections
Künste & Medien
Artists in Residence am PIK