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Uraufführung im Rahmen des Festivals MaerzMusik 2015
Zeena Parkins
J’ai plus de souvenirs que (2014) UA, 60’
I „The room became more velvety, more glowing, darker… i named it Delacroix“
II Improbabke tasks: Schaperstrasse 24
III Dia mimeo topos
IV - [matching tones] shape/body/depth/cover
- Stefan’s words
- I have more memories then
- Color code and redacted score

Konzept, Komposition: Zeena Parkins

Laurent Bruttin: Klarinette
Tony Buck: Perkussion
Christian Kesten: Stimme vom Band
Magda Mayas: Klavier/Keyboard
Matthew Ostrowski: Elektronik (Teil I and II), Klangregie
Zeena Parkins: Harfe
Sébastien Roux: Elektronik (Teil III)
gestimmte Kupferbleche von Leon Schneiderman


Koproduktion von Berliner Festspiele / MaerzMusik und Berliner Künstlerprogramm des DAAD
Dank an das Walter Benjamin Archiv der Akademie der Künste Berlin


Zeena Parkins gehört wie Elliott Sharp, John Zorn, Fred Frith, Butch Morris oder Chris Cutler zu den Performer-Composer, die sich umstandslos zwischen verschiedenen musikalischen Ausdrucksformen bewegen, zwischen freier Improvisation und zeitgenössischer Komposition, Noise Music und avanciertem Pop bis hin zur Musik für Film und Tanz. Ebenso charakteristisch ist die Erfindung neuer Instrumente sowie die Dekonstruktion und Elektrifizierung traditioneller Instrumente. Für Zeena Parkins ist es die akustische Harfe, die sie zu einer „Klangmaschine mit unendlich vielen Möglichkeiten“ umgebaut hat.
„J’ai plus de souvenirs que“ („Ich habe mehr Erinnerungen als“) ist eine neue, abendfüllende Arbeit der Komponistin und Performerin, die 2014 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD war. Ausgangspunkt ist Walter Benjamins archivalische Hinterlassenschaft von Briefen, Zettelkästen, Bildern, Kritzeleien, Büchern, Wortspielen sowie sein autobiographisches Werk „Berliner Kindheit um Neuzehnhundert“ mit dessen imaginativen Klangbeschreibungen. Es ist die sowohl dem Archiv als auch diesem Text zugrunde liegende Mnemotechnik, liegende Mnemotechnik, die Zeena Parkins an Benjamin fasziniert hat, der unsichtbare Faden, der das scheinbare Sammelsurium zusammenhält und ihm Sinn zuschreibt. Als Komponistin und Improvisatorin erforscht sie, wie Farben, Zahlenspielereien, Wortspiele und visuelle Strukturen wie Listen, Farb-Codes, Ausstreichungen in Benjamins Manuskripten als Dispositive einer Partitur benutzt werden können, um musikalische Prozesse zu initiieren, Improvisationsstrategien zu entwickeln und um über ein Set von Lautsprechern einen bewegten Klangraum zu generieren, in dem Erinnerungsfetzen - erste Worte von Benjamins Sohn - und Berliner Klangbilder aufscheinen.

„J’ai plus de souvenirs que“ arbeitet dabei bewusst mit dem Bühnenraum im Haus der Berliner Festspiele, der zum Klang- und vielschichtigen Erinnerungsraum wird.


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Eintritt: 15€

Tickets und Informationen: www.berlinerfestspiele.de




Foto: Kai Bienert

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