Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD ist eines der international renommiertesten Stipendienprogramme für Künstlerinnen und Künstler in den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Musik, Film sowie Tanz und Performance. Es verleiht jährlich und weltweit rund 20 Stipendien für einen meist einjährigen Aufenthalt in Berlin. Die Namen der rund 1000 ehemaligen Gäste belegen eindrucksvoll den Qualitätsanspruch des Programms.

Die daadgalerie in der Nähe des Checkpoint Charlie ist als Aushängeschild des Berliner Künstlerprogramms ein Ort der Kunst, Literatur und Musik. Regelmäßig finden hier Ausstellungen, Lesungen und Komponistenportraits der DAAD-Gäste statt.

Von Beginn an definierte sich das Berliner Künstlerprogramm als ein Forum des künstlerischen Dialoges, der die kulturregionalen und allemal die politischen Grenzen überschreitet. Wirksam und lebendig wird dieses Forum durch die Arbeiten und die Präsenz der Künstler in der Stadt, durch die jährlich rund 100 Veranstaltungen, die das Berliner Künstlerprogramm gemeinsam mit seinen Gästen in Berlin und andernorts durchführt, und nicht zuletzt durch die international zusammengesetzten Jurys der vier Sparten, die über die Stipendienvergabe entscheiden. Die Ausstrahlung des Berliner Künstlerprogramms ist ausdrücklich nicht auf die Hauptstadt beschränkt. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Kulturinstitutionen, Museen, Literatur- und Filmfestivals entstehen bundesweite Impulse von großer Nachhaltigkeit: Viele Gäste bleiben nach ihrem Stipendienaufenthalt in Deutschland und bereichern, etwa als Professoren an Kunsthochschulen, die kulturelle Szene.

Anliegen des Berliner Künstlerprogramms ist es, einen Freiraum des Schaffens zu bieten und die Vielfalt und Unterschiedlichkeit künstlerischer und literarischer Positionen zu fördern. Es versteht sich als Plattform für einen über Europa hinausgehenden Kunst- und Kulturaustausch. Das Jahr 1989 mit dem Fall der Mauer betrachtet das Berliner Künstlerprogramm als Auftrag, die Freiheit der Kunst und des Wortes zu stärken.