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wurde 1947 in Schlesien geboren. 1950 emigrierte sie mit ihren Eltern, Holocaustüberlebenden, nach Israel. Es folgte ein Mathematik- und Physikstudium an der Universität Tel-Aviv und die Tätigkeit als Lehrerin. Im Oktober 1973 kam ihr Mann beim Yom-Kippur-Krieg ums Leben. Den tragischen Verlust verarbeitete sie 1981 in dem Dokumentarfilm "Widow Plus" (1981), der gleichzeitig Abschlussarbeit ihres 1976 aufgenommenen Regiestudiums an der Universität Tel Aviv und Portrait ihrer selbst sowie vier weiterer an Yom Kippur ´73 verwitweter Mütter ist.

In den Jahren 1988 bis 1993 entstand der Dokumentarfilm "Choice and Destiny", Reibenbachs unaufdringliche Beobachtung der eigenen alten Eltern Yitzhak und Fruma. Der Film wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Robert & France Flaherty Grand Prize beim Internationalen Dokumentarfilmfestival in Yamagata, Japan, mit dem Prix de la SCAM des Festival du Cinéma Réel in Paris sowie mit dem Publikums- und Spezialpreis der Jury des Internationalen Dokumentarfilmfests in Amsterdam.

Tsipi Reibenbachs dritter Dokumentarfilm "Three Sisters" (1996-1998) ist ein weiteres Familienportrait, diesmal der Mutter Fruma und ihrer beiden Schwestern, und zugleich die Geschichte einer verlorenen Jugend und unerfüllten Liebe. "Three Sisters" gewann den Preis der Haifa Arts Foundation, den Preis für die Beste Kamera beim Festival Doc-Aviv, und war 1998 im Internationalen Forum der Berlinale sowie 2004/2005 in der Ausstellung "Mythen der Nationen 1945. Der Kampf der Erinnerung" im Deutschen Historischen Museum, Berlin zu sehen.

In ihrem vierten Film "A City with no Pity" (2003) kehrte Tsipi Reibenbach zurück in ihre Heimatstadt Lydda (Lod), heute Israels größter Umschlagplatz für Drogen. Die 5000jährige Geschichte der Stadt ist unter Ruinen und Müll begraben – Sinnbild der Kindheitserinnerungen der Filmemacherin genauso wie Metapher für den Staat Israel. "A City with no Pity" erlebte seine Weltpremiere im Internationalen Forum der Berlinale 2003.

Die Filmemacherin, die Trägerin des Preises des Israelischen Kultusministeriums ist, nutzte ihren Aufenthalt 2006 in Berlin zur Weiterarbeit an ihrem aktuellen Spielfilmprojekt. Tsipi Reibenbach lebt in Tel-Aviv.

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Filmografie:
The Garden (Kurzfilm, 1 min, 8mm) 1976
Hangers (Kurzfilm, 15 min, 16mm, s/w) 1978
Widow Plus (Dokumentarfilm, 103 min, 16mm, s/w) 1981
Choice and Destiny (Dokumentarfilm, 118 min, 16mm) 1993
Three Sisters (Dokumentarfilm, 68 min, 16mm) 1998
A City with no Pity (Dokumentarfilm, 65 min, Digi Beta) 2002

http://www.tsipi-reibenbach-films.com/
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