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Alan Tschertschessow wurde 1962 in Wladikawkas in Nordossetien, Russland, geboren. Er studierte Slawistik und Amerikanistik und promovierte mit einer Arbeit zum Thema Massenkultur und Belletristik. Er ist Dozent am Lehrstuhl für Weltkulturen der Nordossetischen Universität Wladikawkas und Rektor des von ihm gegründeten Instituts für Zivilisation. Zudem ist er als literarischer Übersetzer aus dem Amerikanischen tätig. Anfang der neunziger Jahre veröffentlichte er erste literarische Texte, zumeist kürzere Erzählungen und Novellen. Obwohl er auf Russisch schreibt, versteht sich Tschertschessow doch vor allem als ossetischer Schriftsteller. Mit seinem Romandebüt "Requiem für einen Lebenden" (1994; dt. 1999) gelang ihm der literarische Durchbruch. Der Roman erzählt aus verschiedenen Perspektiven die Geschichte eines Waisenjungen, der sich in einem entlegenen kaukasischen Bauerndorf niederlässt. Das anfängliche Misstrauen der Dorfbewohner schlägt nach und nach in offenen Hass um. Durch seinen unkonventionellen Umgang mit den Dorfbewohnern kommt der Waise zu großem Reichtum, bleibt aber immer auch der Fremde. Nach Jahrzehnten verlässt er das Dorf, woraufhin seine Gestalt in den Erzählungen und Erinnerungen der Dorfbewohner zur Legende wird. Tschertschessows Epos ist ein Aufruf zur Toleranz, zur schöpferischen Auseinandersetzung mit dem Fremden und Unbekannten. Der Autor stellt sich mit diesem Roman bewusst nicht in die Linie der zeitgenössischen Postmodernisten, sondern sucht die Verbindung zum 19. Jahrhundert, zu den großen russischen Erzählern Dostojewski und Tolstoj, aber auch zu Faulkner, Camus oder García Márquez.


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Veröffentlichungen in deutscher Übersetzung
Requiem für einen Lebenden. Aus dem Russischen von Annelore Nitschke. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1999
Ein Kranz für das Grab des Windes. Aus dem Russischen von Annelore Nitschke. DVA, München 2003
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