Viktor Pelewin wurde 1962 in Moskau, Russland, geboren. Er studierte zunächst Elektrotechnik, wechselte aber bald zum Moskauer Literaturinstitut. Seit 1990 arbeitet Pelewin als freier Autor. Details seiner Biographie gibt Pelewin nur ungern preis, Journalisten gegenüber erfindet er sich immer wieder neu. In Russland verweigert Pelewin Lesungen, Interviews und Fernsehauftritte, seine Leser, für die er längst zum Kultautor geworden ist, kommunizieren über das Internet mit ihm.
Bisher sind fünf Romane und rund 50 Erzählungen von Pelewin erschienen, seine Bücher sind in mehr als zehn Sprachen übersetzt worden. Gleich mit seinem ersten Romanen "Der gelbe Pfeil, Omon Ra" und "Das Leben der Insekten" begeisterte Pelewin das Publikum. The New Yorker ernannte Pelewin zu einem der "besten europäischen Schriftsteller unter 35" und sprach von "einem aufgehenden Stern am Firmament der russischen Literatur", für den Boston Globe ist er "der wichtigste russische Schriftsteller seiner Generation".
"In dem absurden und desorientierenden Abgrund, der vom Verfall der sowjetischen Kultur verursacht wurde, erhebt sich Viktor Pelewin, ein Schüler der 'schwierigen Literatur' mit seiner transgressiven Art frei und ironisch zu schreiben, wie ein überirdischer Stern.
Wir stimmen mit der Definition 'ein psychedelischer Nabokov für die Epoche der Kybernetik' voll überein." Wir "möchte in ihm eine der originellsten Stimmen der zeitgenössischen Literatur prämieren", begründete die Jury die Vergabe des Literaturpreises der Salzburger Osterfestspiele Nonino 2001.
Print