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Lajos Parti Nagy wurde 1953 in Szekszárd, Ungarn, geboren. Nach dem Studium der Literatur und Geschichte an der Pädagogischen Hochschule in Pécs arbeitete er zunächst als Bibliothekar, später war er Redakteur der Literaturzeitschrift Jelenkor. Seit 1986 lebt er als freier Schriftsteller und Übersetzer in Budapest. Er übertrug unter anderem Stücke von Werner Schwab und Thomas Bernhard ins Ungarische. Ende der achtziger Jahre wandte sich Parti Nagy neben der Lyrik zunehmend auch Erzählungen, Romane, Hörspiele und Dramen zu. 1993 wurde sein erstes Theaterstück "Ibusár" (Bahnstation Ibuschar, 2003) von der Kritik als bestes ungarisches Drama ausgezeichnet. Wie auch das Stück "Mauzóleum" (1994) und zahlreiche seiner Dramenübersetzungen und -bearbeitungen, findet es sich immer wieder auf den Spielplänen ungarischer wie auch internationaler Theater. Anfang der neunziger Jahre schrieb er Feuilletons für die Literaturzeitschrift Magyar Napló.

Zsófia Balla, Zsuzsanna Gahse, Péter Esterházy und andere Schriftstellerkollegen schätzen neben Parti Nagys sprühender Sprach- und Formkunst (die seine Werke schwer übersetzbar machen) vor allem seinen feinen Humor. Charakteristisch ist auch Parti Nagys obsessiver Umgang mit der ungarischen Alltagssprache. Sie ist ihm ein lebendiges Reservoir, in dem er eine "barocke Gärung" beobachtet. 1999 erschien ein viersprachiger Gedichtband (u.a. auch auf Deutsch) unter dem Titel "Europink".

"Meines Helden Platz" erschien 2005. In dem 1999 spielenden Roman zieht Parti Nagy die Summe der Diktaturen des zu Ende gehenden Jahrhunderts. Während der despotische Täuberich Tubitza nach der Weltherrschaft strebt, gerät der Protagonist und Erzähler, der nicht zufällig am Budapester Heldenplatz wohnt, in die Fänge der Bewegung "Erwachende Tauben". Das "Stück aus dem Tollhaus des politischen Fanatismus" ist eine "glänzende Parabel auf totalitäre Systeme" und verspricht eine "atemlose Lektüre, bei der einem das Lachen regelmäßig im Hals stecken bleibt" (Frankfurter Rundschau). Lajos Parti Nagy erfindet dem politischen Irrsinn eine eigene Sprache, und Terézia Mora hat das unerhört abgrundtief komische Gelaber der Welteroberungsfanatiker kongenial ins Deutsche übertragen.


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Veröffentlichungen in deutscher Übersetzung
Anderntags. Ungarisch-Deutsche Lyrikanthologie. Herausgegeben von Paul Kárpáti. Kirsten Gutke Verlag, Köln 1996
Jahrbuch der Lyrik 1999/2000. C.H. Beck, München 1999
Ungarn von Montag bis Freitag Geschichten. Herausgegeben von György Dalos. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1999
Europink. Viersprachige Ausgabe. Deutsche Übersetzung von Edit Baranyai. Jelenkor, Pécs 1999
Mausoleum. In: Theater aus Ungarn, 1999
Kettenbrücke. Ungarische Erzählungen der Gegenwart. dtv, München
1999
Meines Helden Platz. Aus dem Ungarischen von Terézia Mora. Luchterhand, München 2005
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Lesung

"Lichtzeichnungen"

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