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Graciela Paraskevaidis, geboren 1940, gestorben 2017, war eine argentinische Komponistin und Musikwissenschaftlerin griechischer Abstammung. Seit 1975 lebte sie in Montevideo/Uruguay. Sie studierte Komposition bei Roberto García Morillo am Conservatorio Nacional de Música in Buenos Aires und am Instituto Torcuato Di Tella sowie auf Einladung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) 1968 bis 1971 bei Wolfgang Fortner an der Musikhochschule Freiburg. Von 1984 bis 1985 war sie Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Seit 1975 veröffentlichte sie Essays vorwiegend über zeitgenössische lateinamerikanische Musik in internationalen Zeitschriften. Als Kompositionslehrerin und Musikwissenschaftlerin hat Graciela Paraskevaidis sich stets für die Unabhängigkeit der lateinamerikanischen Musik gegenüber der Hegemonie europäischer Modelle eingesetzt. Die Zeitschrift MusikTexte hat in seiner Ausgabe 153 an die 2017 verstorbene Komponistin mit zahlreichen Texten erinnert.
Chico Mello schrieb darin: „Hintergrund ihrer eigenen kompositorischen Stimme sind Klangeindrücke der griechisch-orthodoxen Kirchenmusik aus ihrer Kindheit in Buenos Aires, die Energie der Musik von Edgar Varèse, die Bläserarrangements der Fünfzigerjahre-Mambos von Pérez Prado, ein waches Interesse für ihr soziales Umfeld, die ethische Haltung Luigi Nonos. Durch Reduktion, Wiederholung und Aneinanderreihung ihres Materials stellte sie die Wahrnehmung des Klangs in den Vordergrund. Das Ergebnis ist eine statische, nicht-diskursive Neue Musik, die sich im Gegensatz zu den überlieferten europäischen Modellen versteht. Gleichzeitig zeigt sie sich von der Musik der indigenen Bevölkerungen Lateinamerikas beeinflusst, ohne sich diese jedoch anzueignen.“

Foto: Gisela Gronemeyer

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