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gehört zu den bedeutenden georgischen Filmemachern, die dem Kino der Kaukasusrepublik auch in den Zeiten sowjetischer Zensur und Bevormundung zu internationalem Ansehen verhalfen. Iosseliani wurde am 2. Februar 1934 in Tblissi/Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, geboren. Am Konservatorium von Tblissi erwirbt er 1953 das Diplom eines Pianisten und Komponisten, um danach zwei Jahre in Moskau Mathematik und Musik zu studieren; anschließend wechselt er an die Filmhochschule W.G.I.K., wo Alexander Dowshenko und Michail Tschiaureli seine Lehrer sind. Nach dem Diplom (1961) arbeitet er nicht nur in den Grusia-Filmstudios seiner Heimatstadt als Co-Regisseur, Cutter und Regisseur von Dokumentarfilmen weiter. Er ist zeitweise auch als Fischer und als Gießer in einer Metallfabrik tätig.

In seinem ersten langen Spielfilm Listopad schildert Iosseliani die Probleme eines Weinbauern mit der Bürokratie, und in Es war einmal eine Singdrossel zeichnet er das Porträt eines ?negativen Helden', eines Paukenspielers, der sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt. Dieser Film ebenso wie Pastorale werden von den Behörden als ?zu wenig erbaulich' beurteilt und dürfen einige Jahre nicht exportiert werden. Deshalb beschließt Iosseliani 1982 - mit dem ?geheimen Einverständnis' des späteren sowjetischen Außenministers und georgischen Präsidenten Schewardnadse -, in den Westen auszureisen, wo er zunächst einen Dokumentarfilm über das Baskenland, Euskadi, drehen kann.

In seinem Pariser Spielfilm Les favoris de la lune wird ein Hin und Her von Menschen und Gegenständen in Iosselianis ironisch-eigenwilliger Art gezeigt. In Afrika dreht er 1989 Et la lumi?re fut, für den er in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wird. In La chasse aux papillons zeigt er das allmähliche Verschwinden eines Lebensstils.

Otar Iosseliani war 1988-89 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und 1990 Fellow beim Wissenschaftskolleg zu Berlin. 1993 wurde er mit dem Berliner Kunstpreis der Akademie der Künste ausgezeichnet.



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Filme
Akvareli (Aquarell, Kurzspielfilm) 1957
Sapovnela (Das Lied der verlorenen Blumen, Kurzspielfilm) 1959
Aprel (April, fünfzigminütige Abschlußarbeit am W.G.I.K., unveröffentlicht) 1961
Tschugun (Gußeisen, Dokumentarfilm) 1964
Giorgobistve (russ.: Listopad; Blätterfall / Die Weinernte) 1966
Io chachvi mgalobeli (Es war einmal eine Singdrossel) - ausgezeichnet in Italien als bester Film des Jahres 1971 1970
Pastoral (Pastorale) - FIPRESCI-Preis 1981 1976
Euskadi (Dokumentarfilm)
Lettre d'un cinéaste (Brief eines Filmemachers, kurzer Fernsehfilm)
1982
Sept pi?ces pour le cinéma noir et blanc (Sieben Stücke für einen Schwarzweißfilm) 1983
Le favoris de la lune (Die Günstlinge des Mondes) - Spezialpreis der Jury in Venedig 1984
Un petit monast?re en Toscane (Ein kleines Kloster in der Toskana, Dokumentarfilm) 1988
Et la lumi?re fut (Und es ward Licht) - Goldener Löwe in Venedig 1989
La chasse aux papillons (Jagd auf Schmetterlinge) 1992
Seule, Georgie (Allein, Georgien, Dokumentarfilm) 1994
Brigants, chapitre VII (Briganten) - Spezialpreis der Jury in Venedig 1996; Nika Award als ?Bester Regisseur' 1996 1996
Adieu, plancher des vaches! (Marabus) - FIPRESCI-Preis 1999; Prix Louis Delluc 1999 1999
Veranstaltungen beim DAAD
Pastorale (1976, OmU)

Filmretrospektive

Festival "Transes- Lesungen und Filme kreisen um Orte"

"Et la lumière fut (Und es ward Licht)", "Euskadi", "Kleines Kloster in der Toskana"

Seule, Géorgie.

Filmvorführung

Briganten (Vorpremiere, VP)

"Pastorale" (1986); "Marabus-Adieu, Plancher des Vaches" (1999). "35 Jahre BKP"

Filmvorführung

Gastprofessuren
curating connections
Künste & Medien
Artists in Residence am PIK