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Oscar Bianchi, geboren 1975 in Mailand, lebt in New York. Er erhielt seine musikalische Ausbildung (Komposition, Chormusik/Chorleitung, Dirigieren, Elektronische Musik) 1994–2001 in Mailand und Bologna, u.a. bei Umberto Rotondi, Adriano Guarneri, Sandro Gorli und Alvise Vidolin (Abschluss 2002/04), 2003/04 studierte er am IRCAM Paris Komposition und musikalische Informatik; er besuchte diverse Meisterkurse und erhielt mehrere Stipendien; momentan studiert er Komposition an der Columbia University, New York.
Für seine Komposition Primordia Rerum erhielt er 2005 den Gaudeamus-Preis, 2005–2007 war er Fellow des belgischen Ictus-Ensembles.
2007 brachten das Ictus-Ensemble und die Neuen Vocalsolisten Stuttgart beim Festival Musica, Straßburg die abendfüllende Kantate Matra zur Uraufführung; die Erstaufführung des Konzertstücks Anahata besorgte das Ensemble Klangforum Wien im Februar 2009.

Oscar Bianchis oft großformatigen Werke zeichnen sich durch präzise ausgehörte, dichte Klangtexturen und durch lang angelegte, auf ekstatische Höhepunkte zielende dramatische Steigerungen aus. Zum ästhetischen Hintergrund schreibt Bianchi: „Ich glaube, dass die Musik, die ich schreibe, der ich mich widme, ein Prozess der Synthese des unbewußt-Dionysischem mit dem spirituell-Apollinischem ist. Eine Synthese von dem Leben, das ich kenne und jenem, das ich erahne. Der Klang wird für mich eine filtrierte, mit der Sehnsucht nach dem Anderswo verbundene Darstellung der Wirklichkeit, wo die Grenze zwischen beiden Welten untastbar ist. […] Wie ist meine Musik gemacht? Ich würde sagen aus dem Grad der Intensität: z.B. vom Ekstatischen bis hin zum Exaltierten. Die grundlegenden Elemente meiner Musik sind die gleichen wie für viele andere Werke: Gesten, Formen und Farben. Die Gesten sind für mich das Intuitive, der uranfängliche Einfall, Objekte, die in ihrem Sein und in ihrem Werden auf das Wesen des Klanges projiziert werden. Die Geste ist Grundpfeiler des Ritus, der Bewegung und des Tanzes. Die Form ist meiner Meinung nach die Mutter der Zeit, sie wird Spiegel der Existenz, sie verkörpert die Wucht und die Verwirrung des Alltäglichen. Wenn das Unbewusste auf Abwegen ist, leidet die Form als erstes. Die Farben, die Orchestration sind die am meisten anmutenden Dimensionen des Klanges. Als Herrscherin des Klanges kontrolliert und bestimmt die Orchestration die Form in ihrem dramaturgischen Aspekt. Es ist eine Alchimie der Räume, das Brahman des Klanges. Ich träume von einer Musik, die zeitgenössisch zu allen Zentren des Körpers spricht und durch welche der Mensch seine Existenz verstehen kann.“

Im Rahmen seines Aufenthaltes als Gast des Berliner Künstlerprogramms wird Oscar Bianchi u.a. an einer neuen Oper für das Ictus-Ensemble und „Theatre et Musique“ (Paris), an einem Blockflötenquartett für das Berliner QNG-Quartett und an einem neuen Werk für das Schlagzeugensemble „Les Percussions de Strasbourg“ arbeiten. Zaffiro wird am 26. April 2009 vom Kammerensemble Neue Musik Berlin in der Temporären Kunsthalle aufgeführt (im Rahmen von Menschen bewegen. Tage der Auswärtigen Kulturpolitik).


Foto: Mute Souvenir / Kai Bienert

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Infos unter:
www.oscarbianchi.com

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