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Carlos A. Morelli wurde 1977 in Uruguay geboren. Mit sechs Jahren erhielt er erstmals Geigenunterricht. Nach einer Solistenausbildung zunächst am Musikgymnasium, dann am Konservatorium des Orchesters Simón Bolívar in Venezuela, startete er 19-jährig eine Karriere als Erste Violine in verschiedenen Jugendorchestern Uruguays und Argentiniens. In einem Drehbuchkurs entdeckte Morelli sein Talent fürs Schreiben. 1999 brach er seine Musikerkarriere ab und nahm ein Drehbuchstudium an der Filmhochschule ESCAC in Barcelona auf, das er 2004 beendete.
In den Jahren 2001/2002 drehte Morelli mit Unterstützung der UNICEF eine Reihe von Fernsehreportagen, u.a. über Kinderarbeit in Lateinamerika. Mit seinen ersten fiktionalen Kurzfilmen hat Morelli auf Anhieb Erfolg. Die Geschichte eines Unfalls in „Alguien debe morir“ (Someone Must Die, 2002) wurde auf zahlreiche Filmfestivals eingeladen, u.a. nach Rotterdam, und erhielt einen Preis für das Beste Drehbuch. 2004 nahm Carlos Morelli am Berlinale Talent Campus teil.

Einfache, menschliche Geschichten interessieren Morelli, ganz gleich ob im Dokumentar- oder Spielfilm – so das Credo des Regisseurs, der in nur vier Minuten vom glücklichsten Ehemann der Welt erzählt und dessen Frau, die ihn betrügt: „Un hombre feliz“ (A Happy Man, 2002) lief im Programm zahlreicher Festivals wie Montevideo, Leeds, Rotterdam und Oberhausen und wurde beim Kurzfilmfestival in Buenos Aires mit dem Preis für den besten ausländischen Kurzfilm ausgezeichnet.

Mann und Frau begegnen sich häufig in Morellis Filmen. Der Regisseur beweist dabei stets eine feine Beobachtungsgabe und einen zarten Blick auf das Sonderbare mancher zwischenmenschlicher Beziehungen. So auch in der Musikkomödie „Breve Historia sobre como se conocieron y enamoraron un hombre y una mujer (Brief Story of How a Man and a Woman Met and Fell in Love, 2003), die ebenfalls in den Wettbewerb zahlreicher Kurzfilmfestivals (Rotterdam, Tampere, Leeds u.v.a) eingeladen und mit mehreren Ersten Preisen ausgezeichnet wurde. „La última noche en la tierra de Ester Píscore“ (Last Night on earth of Ester Piscore, 2006) erzählt von einer Romanze zweier Großstadtgestalten der ganz anderen Art: von der alten Ester und einem Gelegenheits-Callboy, der von der großen Karriere am Broadway träumt. „Ester Piscore“ lief erfolgreich auf Filmfestivals in Europa und Argentinien.

Zurzeit beendet er mehrere Filmprojekte, darunter den Dokumentarfilm „Mariachis: La música como constructor de la identidad de Guadalajara“ (Music as a Constructor of Guadalajara’s Identity, 2007), bei dem er sowohl für Regie und Drehbuch als auch Schnitt verantwortlich zeichnet. Sein Spielfilm „Happy Llantas” (Happy Tires, 2007) befindet sich gerade in Entwicklung, die Dreharbeiten sind für 2008 vorgesehen.
Carlos Morelli lebt mit Frau und Kind in Guadalajara, Mexiko. Er lehrt Filmproduktion und Drehbuchschreiben an verschiedenen Universitäten und arbeitet neben seinen eigenen Filmprojekten im Auftrag einer Firma als Regisseur und Drehbuchautor. Während seines Berlin-Aufenthalts arbeitet er an der Entwicklung zweier Dokumentarfilme, von denen einer den Berliner Philharmonikern gewidmet ist.


Filmographie (Auswahl):


2002 Someone Must Die (Kurzfilm,
16mm,10 Min)
A Happy Man (Kurzfilm, 16mm, 4
Min)
2003 Brief Story of How a Man and a
Woman Met and Fell in Love)
(Kurzfilm; DigiBeta,10 Min)
A Sunday in the Country
(Dokumentarfilm, DigiBeta, 10 Min)
2005 The Land Without Limits
(Dokumentarfilmreihe, S16mm)
2006 Last Night on Earth of Ester Piscore)
(Kurzfilm, S16mm, 15 Min )
2007 Mariachis. Music as a Constructor of
Guadalajara’s Identity
(Dokumentarfilm, in V.)
Happy Tires (Spielfilm, 35mm, in
Vorbereitung)


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